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Mission-to-Earth

  • Projektleitung: Patrik Weiss, Nina Wüst und Iris Stadelmann-Wolfensberger
  • Institution: Realgymnasium Rämibühl
  • Kontakt: patrik.weiss@rgzh.ch
  • Das Projekt “Mission to Earth” hat zum Ziel, eine abwechslungsreiche, modular aufgebaute Lerneinheit zum Thema “Erde als Himmelskörper” zu erstellen.

Beschreibung

Das grosse Thema «Erde als Himmelskörper» vermittelt den SuS Entdeckungsmöglichkeiten und Wissen zur Gliederung der Erde, Weltbilder, Grösse und Gestalt der Erde, Geografische Koordinaten, Bewegung der Erde, Jahreszeiten, Zeitmessung und zur Veränderung/Zukunft der Erde.

Im Projekt «Mission to Earth» sind die SuS mit zwei Freund:innen von einem fernen Planeten (Polaris) auf der Erde gestrandet. Die SuS müssen wieder auf ihren Heimatplaneten fliegen, da sie auf der Erde nicht lange überleben können. Dazu brauchen sie genügend Treibstoff. Dieser Treibstoff gilt es nun in verschiedenen Aufgabenbereichen zu sammeln. Wenn Lerneinheiten und Lernziele erreicht wurden, gibt es Treibstoff und der Reise zum Heimatplaneten steht nichts mehr im Wege.

Alle Lerneinheiten sind modular auf OneNote. Nach jeder Einheit ist eine Lernzielübung zu absolvieren. Diese gibt je nach Abschluss unterschiedlich viel Treibstoff. Der gesammelte Treibstoff ist in einer Grafik ersichtlich. Nach den obligatorischen Einheiten sollte genügen Treibstoff für die Heimreise vorhanden sein. Sehr schnelle und gute SuS können mit zusätzlichem Treibstoff noch andere Planeten erkunden.

Bis anhin gibt es in der Sek II im Fach Geografie kaum voll digitalisierte auf BYOD und auf Immersion ausgelegte Lerneinheiten. Mit der zunehmenden Verbreitung von BYOD bringen wir mit diesem Projekt eine perfekte Lösung für Lehrpersonen auf der Sek II Stufe ein, welche relativ einfach auch von nicht versieren Lehrpersonen in diesem Bereich eingesetzt werden kann. Schulbücher (analog und digital) nutzen diese Möglichkeiten bis anhin nicht und sind immer noch sehr klassisch im Thema Erde als Himmelskörper unterwegs.

 

«Mission to Earth» ist eine einmalige Lerneinheit vollkommen in OneNote entwickelt auf BYOD und auf Immersion ausgelegt. Es behandelt das Thema Erde als Himmelskörper mit einem Gamification Ansatz und motiviert so die SuS neues Wissen forschend zu entdecken. Die SuS werden durch verschieden Levels geführt und mit Abfragen ihres aktuellen Lernstand mit Lernzielkontrollen motiviert und sie wissen jederzeit welche Aufgaben noch zu entdecken und zu erforschen sind.  Es werden einmalige Verbindung diverser überfachlicher Kompetenzen (Selbstgesteuertes Lernen, Anpassung an die Lerngeschwindigkeit und Lernstand) und Medien (Erklärfilme, Onlineübungen, Test, Modelle, Karten,...) gefördert.

Didaktisch-methodisches Konzept

Die Lernenden arbeiten so oft wie möglich selbstständig. Sie arbeiten meist ein Kleingruppen bzw. In Partnerarbeit.

Die Lehrperson fungiert als Coach und kann in individuellen Gesprächen gezielt Hilfestellungen leisten und fördern.

Forschend entdeckendes Lernen:
Vertiefte Auseinandersetzung mit Modellen (z.B. Tellurium). Dabei steht nicht nur die Bedienung des Modells, sondern auf die Beobachtung sowie die Dokumentation der eigenen Beobachtung im Zentrum.

Gamification:
Der Geschichte von Ausserirdischen auf der Erde folgend, bedient sich diese Einheit vor allem bei der Lernkontrolle dem Ansatz der Gamification. So werden die Lernkontrollen mit dem Sammeln von Treibstoff für die Rückreise der Ausserirdischen verbunden und dienen somit auch einem direkten Feedback zur Qualität der neuerlernten Fähigkeiten.

Individualisieren:
Besonders leistungsstarke SuS können sich ausserdem an «schwierigen» Aufgaben oder Problemen auszeichnen und erhalten zusätzlich Treibstoff für weitere Erkundungen. Ein weiterer Nutzen liegt darin, dass die Lehrperson mehr Zeit findet, leistungsschwächere SuS gezielt zu unterstützen und zu fördern.

Wirkung

Fachlich sollen die Schüler:innen durch das Projekt im Thema "Erde als Himmelskörper" kompetent werden und z. B. die unterschiedlichen Bewegungen der Erde und Konsequenzen daraus erklären können. Überfachlich sollen sie lernen, mit Modellen zu arbeiten, sich selbständig Themen zu erarbeiten und den eigenen Fortschritt durch Lernkontrollen kritisch zu reflektieren.

 

SAMR-Modell

Im SAMR-Modell kann das vorliegende Projekt in den Bereich "Redefinition" eingeteilt werden, weil es Aufgabenstellungen erlaubt, welche vorher so nicht möglich waren.

Nachrichten-Journalismus und Digitalisierung

  • Projektleitung: Eugenie Bopp (Deutsch) und Sabina Zimmermann (Deutsch)
  • Institution: Kantonsschule Zürcher Oberland, Wetzikon
  • Kontakt: eugenie.bopp@kzo.ch
  • Ziel des Projekts „Informationsjournalismus und Digitalisierung“ ist, den Schülerinnen und Schülern den Wert professioneller Informationsmedien deutlich zu machen und ihre Medienkompetenz zu fördern durch Aufgabenstellungen, die eine vertiefte Analyse medial vermittelter Nachrichten verlangen.

Produkt

In der ZIP-Datei (28MB) kann die Unterrichtseinheit «Nachrichtenjournalismus und Digitalisierung» heruntergeladen werden. Im ersten Dokument «0 Übersicht» wird der Inhalt der sieben Module jeweils kurz beschrieben und die in den Modulen enthaltenen Dokumente werden aufgelistet. Die weiteren Ordner enthalten die Unterrichtsmaterialien. Unter 8 ist ein Literaturverzeichnis angefügt

Nachrichtenjournalismus_und_Digitalisierung.zip

 

Beschreibung

Die Digitalisierung hat massive Auswirkungen auf unsere massenmediale Öffentlichkeit. Ein grosser Teil der Konsumenten und Konsumentinnen bezieht Informationen heute nicht mehr über gebündelte journalistische Produkte (Tageszeitungen, Nachrichtensendungen), sondern aufgrund der vorwiegend mobilen Mediennutzung über unterschiedliche Kanäle und Plattformen im Internet. Vor allem junge Menschen entscheiden sich für die attraktiven Angebote der Sozialen Medien, die neben Chancen, wie z.B. der direkten Kommunikation, auch Gefahren mit sich bringen. Ein grosser Teil der dort veröffentlichten „Nachrichten“ wird nicht durch professionelle Medienschaffende produziert, und die im Netz herrschende Aufmerksamkeitsökonomie führt zu Simplifikation, starker Personalisierung und Emotionalisierung der Informationen sowie zu einem Rückgang der gesellschaftlich relevanten Informationen zugunsten von Soft News. Informationen werden nicht eingebettet, es fehlen Hintergründe, Ursachen- und Wirkungszusammenhänge.

Die Zahl der „News-Deprivierten“ nimmt rasant zu. Darunter versteht man solche Mediennutzer und Mediennutzerinnen, die nur noch Nachrichten von meist minderer journalistischer Qualität über soziale Plattformen konsumieren und auch dies nur sporadisch. In der Schweiz bildete diese Gruppe im Jahr 2019 die Mehrheit. Bei den jungen Menschen gehören sogar 56% dazu[1].

Im Hinblick auf den Erhalt einer funktionierenden Demokratie ist diese Entwicklung äusserst bedenklich. Nur in einer gut informierten Gesellschaft können sinnvolle politische Entscheidungen getroffen werden. Da die Massenmedien die Funktion der Meinungsbildung im demokratischen Prozess einnehmen, braucht es für politische Entscheidungsprozesse jedes und jeder Einzelnen eine vertiefte Medienkompetenz, die auch das Erfassen komplexer Inhalte beinhaltet. Diese Fähigkeit muss heute mehr denn je in der Schule eingeführt und geübt werden.

Ziel des Projekts „Nachrichtenjournalismus und Digitalisierung“ ist es deshalb, den Schülerinnen und Schülern den Wert professioneller Informationsmedien deutlich zu machen und ihre Medienkompetenz zu fördern durch Aufgabenstellungen, die eine vertiefte Analyse medial vermittelter Nachrichten verlangen.

 

[1] fög – Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich, im Auftrag der Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität, Zürich (Hrsg.): Jahrbuch Qualität der Medien 2019, Basel 2019, S.10.

Didaktisch-methodisches Konzept

Die Materialien der Unterrichtseinheit «Nachrichtenjournalismus und Digitalisierung» können in den beiden letzten Schuljahren der gymnasialen Oberstufe in den Fächern Deutsch, Geschichte, evtl. Geografie, in Klassenstunden oder im neuen Fach Informatik eingesetzt werden. Mindestens 12 Lektionen sollten für die Unterrichtseinheit angesetzt werden, bei einer Durchführung von Modul 5 erhöht sich die Anzahl der Lektionen entsprechend.

Die Unterrichtsreihe „Nachrichtenjournalismus und Digitalisierung“ umfasst insgesamt sieben Module, die je nach Möglichkeit eingesetzt werden können. Der erste Teil der Unterrichtsreihe (Module 1-4) bietet eine Einführung in die Grundlagen des Nachrichtenjournalismus und thematisiert die Veränderungen, die die Informationsmedien durch die Digitalisierung erfahren haben. In diesen Modulen werden unterschiedliche Lern- und Arbeitsformen eingesetzt. Der zweite Teil der Unterrichtsreihe zeigt den Schülerinnen und Schülern durch die Durchführung einer beispielhaften Studie zu einer aktuellen Mediendebatte (Beispiel-Medienanalyse, Modul 5) die Methodik einer Medienanalyse auf. Die anschliessend von den Lernenden selbstständig durchgeführte Medienanalyse (Modul 6) vertieft durch die praktische Anwendung sowohl das erlernte Wissen über den Nachrichtenjournalismus als auch die in Modul 5 angeeignete Fähigkeit zum methodischen Arbeiten. Die Medienanalyse sollte als längere selbstständige Gruppenarbeit geplant werden, weshalb sich dieser Teil der Unterrichtsreihe besonders für SOL-Projekte anbietet.

Ergänzt wird das Unterrichtsmaterial durch einige Anregungen zu Beispielen aus Literatur und Film, die diese Thematik aufgreifen (Modul 7).

Wirkung

Im Bildungsbereich liegt der Fokus der Digitalisierung auf der Ausbildung der technischen Medienkompetenz. Inhaltliche Medienkompetenz wird dagegen oft vernachlässigt, ist aber im Hinblick auf die durch die Digitalisierung entstehenden Umbrüche und Veränderungen in unserer Gesellschaft ebenso wichtig.

Die Unterrichtsreihe ermöglicht den Lehrpersonen die Behandlung einer gemäss Rahmenlehrplan für Maturitätsschulen fundamental wichtigen Kompetenz. Sie gibt ihnen Hilfestellungen in einem Bereich, zu dem in den Lehrmitteln häufig nur veraltete und/oder nicht stufengerechte Angebote zur Verfügung stehen.

Die gymnasialen Lernenden zeigen – dies haben die Erfahrungen der Projektverantwortlichen deutlich gemacht – mehrheitlich grosses Interesse an einer Auseinandersetzung mit dem Thema Nachrichtenjournalismus. Sie erkennen dessen Aktualität und können eigene Erfahrungen in die Reflexion einbringen.

 

SAMR-Modell

Erläuterung zum SAMR-Modell.

Im SAMR-Modell kann das Projekt im Bereich «Modification» angesiedelt werden (Modul 5).

 

Selbstverantwortliches Lernen mit KI im Englisch

  • Projektleitung: Michael Beusch, Preethy Alex, Marija Josifovic, Ralph Kilchenmann (und Hansjürg Perino als Experte)
  • Institution: KS Rychenberg, KS Uetikon, KS Unterland und KS Hottingen
  • Kontakt: michael.beusch@krw.ch
  • Dieses Projekt versucht, die positiven Aspekte der KI im Englischunterricht nutzbar zu machen, indem die Lernenden lernen, KI zu nutzen, um Sprachfertigkeiten und eigenständige Lernprozesse zu fördern.

Beschreibung

Soweit wir das beobachten können, nutzt die grosse Mehrheit der Lernenden auf SekII-Stufe KI, insbesondere ChatGPT, selbständig, währenddem KI nicht von vielen LP im Unterricht eingesetzt wird.

Einige LP sagen, sie hätten mit dem Einsatz von KI sogar Mehraufwand, z.B. beim (Vor-)Korrigieren von Texten der Lernenden durch KI, weil sie dann doch alle von KI produzierten Kommentare überprüfen müssten, insbesondere bezüglich ‘Halluzinationen’. Ausserdem bezweifeln viele, ob sich der beträchtliche Initialaufwand lohne, weil es gewisse KI-Tools vielleicht nach kurzer Zeit gar nicht mehr gebe. Unser Projekt hat das Potential, eben solchen Initialaufwand durch die Erfahrungen, die wir weitergeben, beträchtlich zu senken. Zudem steht beim Sprachtraining die genaue Faktenlage nicht immer im Vordergrund. Die Tools produzieren jedoch korrekte und vielfältige Sprache und können Regeln erklären oder Fehler verbessern (mit Erklärung), was die LP potenziell entlastet.

Was Hattie in seinen Studien gezeigt hat (und in seiner kürzlich erschienenen Publikation «The Sequel» erneut unterstreicht), kann mit Hilfe von KI-Tools nun effektiv umgesetzt werden: viel Feedback, möglichst unmittelbar und mit Hinweisen «where to go next». KI kann beim Einüben von grammatikalischen Strukturen, Hörverständnis, Sprechen, Schreiben, sowie der Vertiefung in (literarische) Texte genau dies tun – auf individueller Basis – und dadurch Vertrauen aufbauen in die eigenen Sprach- und Interpretationsfähigkeiten. Dies antizipiert und erleichtert eine spätere Interaktion mit einem menschlichen Gegenüber, z.B. bei der Diskussion eines Ausschnitts aus einem literarischen Text im Klassen-

Plenum oder gar an der mündlichen Maturaprüfung. Ausserdem können die Lernenden lange Zeit selbstständig arbeiten und jeweils entscheiden, wieviel mehr sie noch üben müssen oder wollen, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Wir führen die Lernenden auf möglichst allen 4 bzw. 6 Jahrgansstufen des Gymnasiums ein in den stufengerechten Umgang mit KI-Tools und regen an, das Potential dieser Instrumente für ihr Lernen auszuloten. Nach einer Einführungsphase gibt es genug Zeit, um während der Lektionen, begleitet, Erfahrungen mit KI zu machen, und dabei schnell viel zu lernen und auch viel Spass zu haben. Nebst Sprechen, Lesen und Hören wird es auch einen Fokus auf Schreibprozesse geben. Unter Einbezug des Konzepts der Eigenverantwortung im Lernprozess und mit klaren Regeln zur Deklaration der Herkunft und Produktion von Inhalten wird auch projektartiges Arbeiten zu zweit oder in kleinen Gruppen auf der Sek II-Stufe möglich sein. Wir dokumentieren dann, was gut funktioniert hat, damit andere Lehrpersonen deutlich weniger Aufwand bei der Vor- und Nachbereitung haben, wenn sie Ähnliches versuchen wollen.

Didaktisch-methodisches Konzept

Einführung in die Handhabung der zu benutzenden KI-Tools. Abstecken des Ranges von möglichen Lernzielen in der aktuellen Phase des Unterrichts. Bestimmen, wie diese Ziele überprüft werden, und wann sie als erreicht gelten und wieviel Zeit insgesamt für eine Phase zur Verfügung steht.

Dann in Eigenverantwortung individuell, zu zweit oder in kleinen Gruppen arbeiten. Support durch die Lehrperson

bezüglich Sprachlichem, Inhaltlichem, Technischem, bei Kleingruppen auch bezüglich Zusammenarbeit – wo gefragt oder notwendig.

Wirkung

Die Lernenden erfahren, wie sie in grosser Eigenverantwortung durch die Unterstützung von KI selbstständig ihre Lernprozesse steuern und beschleunigen können. Sie lernen, ihre eigenen Sprachprodukte zu entwickeln und mit Selbstvertrauen digital zu dokumentieren und dann (stolz) analog oder digital zu präsentieren.

Der Mehrwert für Englisch-Lehrpersonen (und Lehrpersonen weiterer moderner Fremdsprachen) an vielen Schulen wird beträchtlich sein, wenn wir zeigen können, welche Unterstützung und Beschleunigung der Lernprozesse mit dem Einsatz von KI-Tools erreicht werden kann, und dazu konkrete Lernwege erarbeiten, welche die LP entlasten.

 

SAMR-Modell

Im SAMR-Modell kann das Projekt in den Bereich "Redefinition" eingeteilt werden da es Aufgabenformate ermöglicht (dank KI), welche so vorher nicht möglich waren.

 
 

Urheberschaft geht alle etwas an

  • Projektleitung: Pietro Rossi und Christof Glaus
  • Institution: Berufsbildungsschule Winterthur
  • Kontakt: pietro.rossi@bbw.ch
  • Die Schulangehörigen bezüglich Urheberrecht kompetent machen - darum geht es in diesem Innovationsfondsprojekt.

Beschreibung

Dieses Projekt zielt darauf ab, die Urheberschaftskompetenz aller Akteure an der Berufsbildungsschule Winterthur zu fördern und zu etablieren. Diese Förderung geschieht nicht wie traditionell im regulären Unterricht oder in Freifachkursen. Es sollen vielmehr Mission-Module erstellt werden, die im Rahmen des regulären Unterrichts oder der regulären Arbeitszeit individuell gebucht werden können.

In einem zweijährigen Innovationsprojekt werden im ersten Jahr im Gespräch mit Lernenden, Lehr-personen und anderen Akteure der Schule entsprechende Zeitfenster bestimmt. Sie buchen ein solches Mission-Modul, wenn es in ihr Lernprozess-Management passt. Sei es, weil sie Medienprodukte für Projekt- oder Abschlussarbeiten produzieren müssen oder weil sie sich im Rahmen der Medienkompetenzaneignung im Rahmen des Schullehrplans spezialisieren möchten.

Lehrpersonen, Verwaltungs- und Hausdienstmitarbeitende können sich ebenfalls in diese Mission-Module einbuchen. Die Heterogenität der Ansprechgruppen soll die Komplexität der heutigen Medienproduktion und das Unterstützungspotential, welches im Konzept der Co-Agency  liegt, aufzeigen. Man unterstützt sich in der Produktion von Medieninhalten und wird gleichzeitig geschult bezüglich der Einschränkungen durch das Urheberrecht, aber auch bezüglich der Selbstdeklarierung als Urheber mit Hilfe einer Lizenzierung.

Innovativ ist,

  • dass in diesem Projekt alle Akteure einer Schule als Medienproduzenten angesprochen werden.
  • dass spezielle Mission-Module geschaffen werden, welche in unterschiedlichen Lernsituationen in einem Zeitgefäss des regulären Unterrichts gebucht werden können.
  • dass die Akteure sensibilisiert werden gegenüber den Schranken des Urheberrechts.
  • dass die Akteure sich ihrer Rolle als Medienproduzenten bewusst werden und sie rechtliche und gestalterische Schutzmassnahmen treffen können.
  • dass Schulungs- und Sensibilisierungsformate durchgeführt werden, die modulartig individuell und themenbezogen genutzt werden können.

Dieses Projekt greift den kantonalen Bestrebungen vor, flächendeckend von Akteuren des Bildungsbereichs Datenschutz, Informationssicherheit und Urheberrecht als zu besitzende Kompetenzbereiche einzufordern. Es hat damit Vorbildcharakter.

Didaktisch-methodisches Konzept

Die Mission-Module bieten ein flexibles Lernsetting, das individuell im regulären Unterricht integriert werden kann. Diese Module ermöglichen ein selbstgesteuertes und bedarfsorientiertes Lernen, bei dem Lernende eigene Lernwege verfolgen können.

• Angebot von Mission-Module während mehreren Zeitfenstern im Jahr und entsprechenden Tageszeiten
• Kollaboration unterschiedlicher Akteure in den Mission-Modulen
• Maker Spaces als ein mögliches Format der Mission-Modulen
• Grundlagenvermittlung in den Bereichen Urheberrecht und Creative Commons
• Bereiche der Medienproduktion im privaten Bereich und im Unterricht lokalisieren lassen
• Urheberrechtsbestimmungen und Creative-Commons-Definitionen anwenden, analysieren und diskutieren

Nach Abschluss eines Projekts, in dem Lernende, Lehrpersonen, Verwaltungspersonal und Haus-dienstangestellte Medieninhalte erstellt oder genutzt haben, führen sie eine Antizipation-Aktion-Reflexion-Sitzung durch, um das Vorgehen aus urheberrechtlicher Perspektive zu reflektieren.

Diskutiert wird, wie Urheberrechtsfragen während des Projekts gehandhabt wurden, welche Heraus-forderungen auftraten und wie Urheberrechtsverletzungen vermieden oder adressiert wurden.

Diese Reflexion hilft, ein tieferes Verständnis für Urheberrecht und seine Bedeutung in der Medien-produktion zu entwickeln und fördert bewusstes und ethisches Handeln bei zukünftigen Projekten.

Der Maker Space dient als innovatives Lernumfeld, in dem Lernende, Lehrpersonen oder andere Akteure des Schulumfelds durch praktische Projekte in die Welt des Urheberrechts eintauchen.

Hierbei entwickeln und verwenden die Beteiligten eigene Medienprodukte wie digitale Designs, Audio-/Videomaterial oder Chatbots. Während dieser kreativen Prozesse werden sie mit realen Urheberrechtsfragen konfrontiert, wie z.B. dem Schutz eigener Werke, der Nutzung lizenzfreier Materialien und der Beachtung von Lizenzbestimmungen.

Der Maker Space fördert nicht nur das Verständnis für die praktische Anwendung von Urheberrechts-kenntnissen, sondern ermöglicht auch die Entwicklung von Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Krea-tionstools. Dies stärkt das Bewusstsein für die Bedeutung von Urheberrecht im digitalen Zeitalter.

Durch die Zusammenarbeit an Projekten im Maker Space erleben die Schulakteure unmittelbar, wie Urheberrechtsüberlegungen in den kreativen und technischen Prozess integriert werden können, wodurch ein umfassendes Verständnis für die Wichtigkeit und Anwendung des Urheberrechts in der Praxis gefördert wird.

Wirkung

Die Rollen an den Schulen ändern sich. Die Rollen der Lehrmittelverlage/-autoren, der Lehrpersonen, der Lernenden oder des Verwaltungspersonals werden fluid. Dieses Projekt ermöglicht Orientierung und Handlungsanweisungen für die veränderten und fluiden Rollenzuschreibungen. Es passt nahtlos in die Vorstellung einer zukunftsorientierten Bildungsumgebung, in der Lernende und Lehrpersonen als aktive Schöpfer/innen und Gestalter/innen von Lerninhalten agieren. Durch die Implementierung innovativer Mission-Module, die eine flexible und bedarfsorientierte Bildung ermöglichen, wird ein dynamisches Lernerlebnis gefördert, das auf individuelle Interessen und Lernwege abgestimmt ist. Der Einsatz moderner Technologien und digitaler Medien im Projekt spiegelt die technologische Ausrichtung und Medienkompetenz wider, die für die Schule der Zukunft wesentlich sind. Ein besonderer Fokus liegt auf der Sensibilisierung für Urheberrechtsfragen und dem verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Inhalten, um die Akteure einer Schule auf ethische Herausforderungen in der digitalen Welt vorzubereiten. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb des Projekts fördert Teamarbeit und kreatives Denken, Schlüsselelemente der visionären Schule der Zukunft.

 

SAMR-Modell

Im SAMR-Modell kann das vorliegende Projekt in den Bereich "Redefinition" eingeteilt werden, da es z. B. mit dem Einbezug des Maker Space Aufgabensettings erzeugt, welche vorher so nicht gleich möglich waren.