
Kuratiertes
Hier finden Sie Ausgewähltes zum Thema "Lehren und Lernen in einer digitalisierten Welt".
Die von uns kuratierte Auswahl umfasst Studien, Publikationen und Essenzen aus der DLH-Community sowie Ausblicke auf Trends und Bildungsthemen von morgen.

KI an europäischen Schulen - Vodafone Stiftung
Europäische Schülerbefragung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz: Jugendliche sehen KI-Kompetenzen als entscheidend für die eigene berufliche Zukunft.
- Befragung der Vodafone Stiftung: 74 Prozent der jungen Menschen in Europa schätzen KI als eine entscheidende Fähigkeit für ihre berufliche Zukunft ein.
- Zwei Drittel halten den Zugang zu KI für wesentlich für ihren schulischen Erfolg.
- Mitschüler:innen (65 Prozent) sind die wichtigste Quelle für KI-bezogene Unterstützung, gefolgt von Eltern (60 Prozent) und Lehrkräften (50 Prozent).
- 46 Prozent aller befragten Schüler:innen fühlen sich durch ihre Schule ausreichend zur Nutzung von KI vorbereitet, 44 Prozent halten ihre Lehrkräfte für kompetent im Umgang mit KI.
Vodafone Stiftung, Januar 2025.
Die Publikation der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer beinhaltet themenspezifische Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in schulischen Bildungsprozessen. In fünf Themenbereichen werden u.a. die Auswirkungen von KI auf Lernen und Didaktik und auf die Prüfungskultur beleuchtet. Weitere Kapitel sind der Professionalisierung von Lehrräften, der Regulierung und der Chancengerechtigkeit beim Zugang zu generativen KI-Anwendungen gewidmet. Die Empfehlungen, die jeden Themenbereich abschliessen, decken unterschiedliche Ebenen ab. Neben Anstössen für die Lehrerbildung, konkreten Vorschlägen für neue Prüfungsformate und Anpassungen in den betreffenden Rechtsrahmen wird die Teilhabe aller Lernenden an den neuen Schlüsselkompetenzen gefordert.
Die Publikation findet sich hier
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Die Fachagentur Educa hat im August 2024 in ihrem neuen Dossier eine Übersicht über KI-Systeme, die in der Bildung vorkommen, zusammengestellt. Thematisch geordnet wird nach folgenden Themenfeldern:
- Arten der künstlichen Intelligenz in der Bildung
- Anwendungsfelder: Bildung für KI - Bildung über KI - Bildung mit KI
- Anforderungen an Daten und Datennutzung in KI-Systemen
Im letzten Themenbereich gehen zwei Beiträge u.a. dem verantwortungsvollen Umgang mit KI und den rechtlichen Anforderungen zu KI im Bildungsram nach
KI in der Bildung Educa, 28.8.2024
Das Buch Es macht Klick: Künstliche Intelligenz bei schriftlichen Arbeiten clever nutzen von Sara Alloatti und Filomena Montemarano ist ganz nah am Unterricht und zwar bei den Lehrpersonen und den SuS/Lerndenden.
«Es macht klick» vermittelt Lernenden und Lehrpersonen grundlegende Kompetenzen im Umgang mit KI-Tools.
- Welche Werkzeuge sollen für welche Aufgaben gewählt werden?
- Wie formuliert man Aufträge an die KI?
- Und wie bewertet man die Antworten?
Im Kapitel "KI: Mein Buddy" laden zehn niederschwellige «Experimente» die SuS/Lernenden ein, KI-Schreibwerkzeuge anhand konkreter Aufgaben auszuprobieren.
Im Kapitel "KI: Dich steuere ich!" wird der Umgang mit der KI in zehn Lektionen reflektiert um eine eigene Haltung zu entwickeln.
Im Kapitel "KI: Wohin gehen wir?" werden sechs Gedankenexperimente durchgespielt, um Visionen zur Entwicklung der KI im Unterricht zu wagen.
«Es macht klick» eignet sich für vielfältige Unterrichtssettings auf Sekundarstufe II: im Fachunterricht, in fächerübergreifenden Themenwochen oder bei weiteren schriftlichen Arbeiten.
Telekom Leitfaden 2024
Künstliche Intelligenz in der Schule: Warum, wofür und wie? Sieben Technologien fürs Lernen, Lehren und Verwalten – leicht erklärt
Dieser Leitfaden ist die Kurzfassung einer Studie unter dem Titel „Schule und KI“, erstellt vom mmb Institut – Gesellschaft für Medien- und Kompetenzforschung mbH und vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) für die Deutsche Telekom Stiftung.
Die komplette Studie findet sich hier.
Pädagogik 3/2024 (Link zur Seite mit kostenpflichtigem Inhalt)
mit Beiträgen u.a. von Philippe Wampfler und Beat Döbeli Honegger
- KI ist in der Schule angekommen
Künstliche Intelligenz verspricht, in Zukunft zu einer Entlastung für das Lehren und Lernen zu werden - und auch heute ist schon vieles möglich. - Wie funktionieren ChatGPT und Co eigentlich?
Generative Modelle sind ein besonders innovativer Bereich der Kl. Wie funktionieren sie und worin liegt ihr Potenzial für die Schule? - Feedback und Schreibunterstützung durch Sprach-KI
Wie verändert Künstliche Intelligenz den Unterricht? Welche Rolle kann sie insbesondere bei der Verbesserung der Schreibfähigkeiten spielen? - Lernprozesse mit KI gestalten
Kl-Systeme können Lehrkräften bei der Gestaltung und Begleitung von Lernprozessen assistieren, indem sie den Schüler:innen z. B. Feedback geben. - »Darf's ein bisschen mehr sein?« - Entlastung durch KI
Inklusion und Integration fordern mehr individuelle Förderung bei immer größeren Klassen und immer weniger Lehrkräften. Kann KI hier helfen und entlasten? - Flut, Färbung und Fakes
Kl ist eine fundamentale medienpädagogische Herausforderung, z. B. beim Umgang mit Fälschungen. Wie lässt sich angemessen darauf reagieren? - Was will uns ChatGPT sagen?
Mit etwas Abstand zur ersten Aufregung nach der Veröffentlichung von ChatGPT & Co. stellt sich die Frage, was die neuen Möglichkeiten der KI für die Schule kurz- und längerfristig bedeuten.
Bayerisches Forchungsinstitut für Digitale Tranformation
ChatGPT 4 und Prompt: «Ich brauche eine Auflistung der Aussagen des folgenden Texts. Es soll sich nicht um eine Zusammenfassung handeln, sondern um die detaillierte Auflistung der Aussagen. Ich brauche es detailliert.»
- Eine statistisch relevante Umfrage unter volljährigen SuS und Studierenden in Deutschland wurde durchgeführt, um den Umgang mit generativer KI zu erfragen.
- Eine Mehrheit der SuS und Studierenden hat bereits von generativer KI gehört und diese genutzt.
- Generative KI wird sowohl für schulische als auch für andere Zwecke eingesetzt.
- Die Mehrheit der Nutzenden ist zufrieden mit den Ergebnissen der Nutzung generativer KI im Bildungsbereich und sieht Nutzen wie Zeitersparnis und Leistungssteigerung.
- Die Nutzung von generativer KI steigert das Interesse an einem tieferen Verständnis dieser Technologien. Je mehr damit gearbeitet wurde, umso mehr möchte man wissen.
- Je öfter KI genutzt wird, umso eher werden die Chancen erkannt, da Kompetenzen aufgebaut werden konnte.
- Studierende sehen eher Chancen im Einsatz von generativer KI als SuS.
- Datenschutzbedenken sind vorhanden, aber der Datenschutz wird oft missachtet. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen von generativer KI muss noch gefördert werden.
- Klare und hilfreiche Regeln für den Einsatz von generativer KI im Bildungsbereich fehlen häufig.
- Eine Mehrheit sieht den Einsatz generativer KI als Herausforderung für das Bildungssystem.
- Es besteht der Wunsch nach klareren Regelungen und Vorgaben für den Umgang mit generativer KI. Regeln werden interpretiert als Hinweise bezüglich des effektiven und effizienten Einsatzes von KI auf der SuS Ebene.
- Ein notwendiger Aufbau von Kompetenzen im Umgang mit generativer KI bei Lernenden und Lehrenden wird als Herausforderung gesehen.
- Es wird eine Anpassung der Prüfungsformate gefordert, um den Einsatz von generativer KI fair zu berücksichtigen. Es lässt sich eine Tendenz in Richtung mündliche Prüfungen erkennen.
- Die rasante Entwicklung der Technologie und die Notwendigkeit, damit Schritt zu halten, wird als Herausforderung betrachtet.
ChatGPT 4 und Prompt: «Ich brauche eine Zusammenfassung mit den Hauptaussagen des pdf. Die Zusammenfassung soll nicht zu kurz sein und soll erklärend und beschreibend sein. Zwei A4 Seiten sind als Länge ideal.»
Die Studie "Pioniere des Wandels: Wie Schüler:innen KI im Unterricht nutzen möchten" der Vodafone Stiftung bietet einen tiefgreifenden Einblick in die Haltung und Erwartungen junger Menschen in Deutschland zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bildungsbereich. Basierend auf einer Umfrage unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 14 und 20 Jahren zeichnet die Studie ein Bild von der aktuellen und potenziellen Rolle der KI im Schulalltag, wobei sowohl Chancen als auch Herausforderungen beleuchtet werden.
Zentrale Erkenntnisse und Interpretationen
- Allgegenwärtigkeit vs. Abwesenheit im Klassenzimmer: Während KI im Alltag der Jugendlichen zunehmend präsent ist, findet sie nur selten Eingang in die Klassenzimmer. Dies führt zu einer Diskrepanz zwischen der digitalen Lebensrealität der Jugendlichen und den im Unterricht vermittelten Inhalten.
- Bedeutung von KI für die Zukunft: Eine überwältigende Mehrheit der Befragten erkennt die Relevanz von KI-Kenntnissen für das persönliche berufliche Vorankommen an. Insbesondere sehen sie den Einsatz von KI im Unterricht als Chance, Lern- und Lehrmethoden grundlegend zu verbessern.
- Eigeninitiative und Nutzung von KI-Systemen: Trotz mangelnder schulischer Initiative nutzen viele Jugendliche KI-Systeme bereits aus Eigeninitiative für schulische Zwecke und im privaten Kontext. Beliebte Tools sind ChatGPT, Google Lens und DeepL.
- Differenzierte Sicht auf KI: Jugendliche betrachten KI differenziert und erkennen die Notwendigkeit, kritisch mit den durch KI generierten Inhalten umzugehen. Die Mehrheit plädiert für eine Anpassung der Prüfungsformate, die stärker auf Anwendungskompetenzen und Problemlösungsfähigkeiten abzielen sollten.
- Wunsch nach neuen Lerninhalten: Fast die Hälfte der Befragten möchte lernen, wie man KI-Systeme sinnvoll in der Schule oder im Alltag nutzt, und zeigt Interesse an der Sensibilisierung für mögliche Gefahren.
- Wichtige Kompetenzen: Kritische Reflexionsfähigkeit, Verantwortungsgefühl und Sicherheit im Umgang mit Daten werden als zentrale Kompetenzen im Umgang mit KI-Systemen hervorgehoben.
Interviews und Expertenmeinungen
Die Studie umfasst Interviews mit Fachexperten, die die transformative Kraft von KI im Bildungsbereich hervorheben und auf die Notwendigkeit hinweisen, Lehrpersonen weiterzubilden und Prüfungsformate zu modernisieren. Es wird betont, dass alle Lehrpersonen grundlegende Kenntnisse im Umgang mit digitalen Technologien und KI besitzen sollten, um den Bildungsbereich aktiv zu gestalten und den SuS/Lernenden eine zukunftsfähige Bildung zu ermöglichen.
Schlussfolgerungen
Die Studie "Pioniere des Wandels" liefert wichtige Erkenntnisse über die Einstellungen und Erwartungen junger Menschen in Deutschland bezüglich des Einsatzes von KI in der Bildung. Sie zeigt auf, dass Jugendliche KI überwiegend positiv gegenüberstehen und sie als essenziell für ihre Zukunft betrachten. Gleichzeitig wird deutlich, dass es an den Bildungseinrichtungen ist, diese Technologien sinnvoll zu integrieren und sowohl Lehrpersonen als auch SuS/Lernende auf die Herausforderungen und Chancen der digitalen Transformation vorzubereiten.
Die Publikation (siehe weiter unten) der PH-Niederösterreich bietet auf 210 Seiten 32 Publikationen zum Thema "Künstliche Intelligenz" im Bildungsbereich.
Die 32 Zusammenfassungen bieten einen Überblick über die vielfältigen Themen und Perspektiven zur Nutzung von KI im Bildungskontext und helfen Ihnen, die für Ihre vertiefte Auseinandersetzung relevanten Publikationen zu identifizieren.
Die Zusammenfassungen wurden mit ChatGPT-4o erstellt und alle Titel und Autoren überprüft. Sollten in den Zusammenfassungen Diskrepanzen zum Originaltext zu erkennen sein, bitte ich um eine Nachricht an vernetzt@dlh.zh.ch.
ChatGPT-4o Prompt: Das angehängte Dokument zeigt 32 Publikationen, die sich alle mit künstlicher Intelligenz im Bildungskontext beschäftigen. Ich hätte gerne eine kurze Zusammenfassung jeder dieser Publikationen in 3 Sätzen. Ausserdem brauche ich den Titel und die Autoren. Bleib bitte bei den einzelnen Publikationen und vermische sie nicht. Achte auf Exaktheit. Bei den Publikationen gibt es Zwischentitel. Übernimm bitte die Zwischentitel. Ich möchte aus der Zusammenstellung erkennen, mit welcher Publikation ich mich vertiefter auseinander setzen muss. Ich bin eine Lehrperson der Sekundarstufe II und möchte alles zur Nutzung von generativer KI im Unterricht herausfinden. [28.05.2024, André Dinter]
Führungskultur
1. Schule und Unterricht im Zeitalter Künstlicher Intelligenz (KI): Auf dem Weg zu einer nachhaltigen Implementation; oder: KI ist gekommen, um zu bleiben
- Autor: Rolf Kretschmann
- Zusammenfassung: Diese Publikation untersucht die nachhaltige Implementierung von KI in Schulen. Kretschmann argumentiert, dass KI als Game-Changer die Wissensvermittlung, Prüfungsformate und die Rolle der Lehrkräfte transformiert. Er betont die Notwendigkeit einer strukturellen Anpassung auf Makro-, Meso- und Mikro-Ebene.
2. Künstliche Intelligenz im Bildungsbereich: Ist KI eine Chance oder ein Jobkiller?
- Autoren: Patrick Benkö, Sandra Waltl
- Zusammenfassung: Benkö und Waltl diskutieren die Potenziale und Risiken von KI im Bildungswesen. Sie betonen, dass KI personalisiertes Lernen und verbesserte Bildungsinhalte ermöglicht, aber auch ethische und datenschutzrechtliche Herausforderungen mit sich bringt. Die Autoren fordern eine ausgewogene Betrachtung von Chancen und Risiken.
3. Chat-GPT, DeepL und Co. im Unterricht: Herausforderung und Anwendung in der beruflichen Grundbildung am Beispiel der Kaufleute in der Schweiz
- Autoren: Dominic Hassler, Reto Wegmüller
- Zusammenfassung: Diese Arbeit untersucht die Anwendung von generativer KI in der kaufmännischen Ausbildung. Hassler und Wegmüller stellen verschiedene KI-Tools vor und diskutieren deren Nutzen und Herausforderungen im Unterricht. Sie bieten konkrete Beispiele und Thesen zur Integration von KI in die berufliche Bildung.
4. Assistive Technologien und Künstliche Intelligenz: Ein KI-Kompetenzmodell zum Einsatz im Klassenzimmer
- Autoren: Lea Schulz, Christa Schmid-Meier
- Zusammenfassung: Schulz und Schmid-Meier präsentieren ein Modell für den Einsatz von KI zur Unterstützung von Schülern mit besonderen Bedürfnissen. Sie zeigen, wie KI-Technologien helfen können, individuelle Lernprozesse zu fördern. Die Autoren betonen die Bedeutung der Lehrerfortbildung für den effektiven Einsatz dieser Technologien.
5. Schreiben lassen statt Abschreiben? Herausforderungen der schulischen Prüfungs- und Aufgabenkultur in Zeiten generativer KI
- Autor: Tobias Röhl
- Zusammenfassung: Röhl analysiert die Auswirkungen generativer KI auf Prüfungen und Hausaufgaben. Er diskutiert, wie KI die Art und Weise verändert, wie Schüler Texte erstellen und wie Lehrkräfte diese bewerten. Röhl schlägt neue Prüfungsformate vor, die die Nutzung von KI berücksichtigen.
6. Bildung im Kontext der digitalen Transformation in Deutschland, Österreich und der Schweiz: Überblick über zentrale Studien und Ergebnisse
- Autoren: Stephan Gerhard Huber, Uschi Klein, Isabella Lussi, Nadine Schneider, Juliana Hoffmann, Anushari Wathiyage Don
- Zusammenfassung: Diese Publikation bietet einen umfassenden Überblick über die digitale Transformation des Bildungswesens. Die Autoren analysieren zentrale Studien und zeigen die Bedeutung der Digitalisierung für die Bildungsentwicklung auf. Sie diskutieren verschiedene Modelle und Ansätze zur Integration von KI in Schulen.
7. „KInklusion“: Chancen der künstlichen Intelligenz für inklusive Pädagogik
- Autorin: Sabine Höflich
- Zusammenfassung: Höflich untersucht die Potenziale von KI für die inklusive Bildung. Sie zeigt, wie KI-Technologien helfen können, Barrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern. Die Autorin betont die Notwendigkeit einer ethischen und reflektierten Anwendung von KI.
8. Chancen und Potenziale von Künstlicher Intelligenz (KI) und Learning Analytics (LA) auf inklusive Begabungsförderung
- Autorin: Tamara Rachbauer
- Zusammenfassung: Rachbauer analysiert die Synergien zwischen KI und Learning Analytics zur Förderung inklusiver Begabungen. Sie diskutiert, wie diese Technologien individualisierte Lernprozesse unterstützen können. Die Autorin hebt die Bedeutung der Datenanalyse für die gezielte Förderung von Schülern hervor.
9. Wettrüsten, oder was? Über den strategischen Umgang der Schule mit KI. Ein Essay
- Autor: Thomas Nárosy
- Zusammenfassung: Nárosy reflektiert über den strategischen Umgang von Schulen mit KI. Er betont die Notwendigkeit einer bewussten und reflektierten Integration von KI in den Bildungsalltag. Der Autor diskutiert ethische, soziale und pädagogische Implikationen der KI-Nutzung.
Aus der Praxis für die Praxis
10. Artificial Intelligence Literacy für Lehrende: Die Ergebnisse der KI-Akzeptanzstudie zeigen uns den Bedarf an Fort- und Weiterbildung
- Autor: Gerhard Brandhofer
- Zusammenfassung: Brandhofer präsentiert die Ergebnisse einer Studie zur Akzeptanz von KI unter Lehrkräften. Die Studie zeigt den hohen Bedarf an Fort- und Weiterbildungen im Umgang mit KI auf. Der Autor empfiehlt konkrete Maßnahmen zur Schulung und Unterstützung von Lehrenden.
11. Prompt Engineering: Die Kunst, KI-Systeme zu steuern
- Autorin: Sandra Breitenberger
- Zusammenfassung: Breitenberger beschreibt die Technik des Prompt Engineerings zur Steuerung von KI-Systemen. Sie erläutert, wie durch gezieltes Prompting die Effektivität von KI-Anwendungen im Unterricht erhöht werden kann. Die Autorin gibt praktische Tipps und Beispiele für den Einsatz von Prompt Engineering.
12. Integration von Künstlicher Intelligenz in die Bildungs- und Berufsorientierung: Eine explorative Studie zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Life Design Seminar
- Autoren: Holger Stärz, Michael Kurz
- Zusammenfassung: Stärz und Kurz untersuchen den Einsatz von KI im Life Design Seminar zur Unterstützung der Berufsorientierung. Sie zeigen, wie KI-Technologien Schülern bei der Karriereplanung helfen können. Die Autoren präsentieren praktische Anwendungsbeispiele und evaluieren deren Wirksamkeit.
13. „So einen Test haben wir noch nie geschrieben“: Kompetenzorientierte KI-Prüfungen in den Fächern Politik und Geschichte
- Autor: Dominik Herzner
- Zusammenfassung: Herzner diskutiert die Implementierung von KI-gestützten, kompetenzorientierten Prüfungen. Er zeigt, wie KI zur Gestaltung fairer und individueller Prüfungsformate genutzt werden kann. Der Autor beschreibt konkrete Fallbeispiele und deren Evaluation.
14. Generative KI in der 6.–9. Klasse verstehen, anwenden und reflektieren: Ein Forschungsbericht
- Autorinnen: Janine Trütsch, Larissa Meyer-Baron
- Zusammenfassung: Trütsch und Meyer-Baron berichten über die Anwendung generativer KI in der Mittelstufe. Sie betonen die Bedeutung von KI-Kompetenzen und deren frühzeitige Förderung. Die Autorinnen stellen methodische Ansätze und praktische Beispiele vor.
15. Shadowing, KI, Reflexion, gelebte Praxis und bildungspolitische Themen – alles unter einen Hut gebracht: Überlegungen zu einer KI-integrierenden Lehrveranstaltung
- Autorinnen: Birgit Schmiedl, Petra Heißenberger
- Zusammenfassung: Schmiedl und Heißenberger diskutieren die Integration von KI in Lehrveranstaltungen. Sie betonen die Herausforderungen und Chancen einer solchen Integration. Die Autorinnen präsentieren praktische Beispiele und reflektieren über deren Umsetzung.
16. Führungskultur in Schulen: Wie können Führungskräfte die Entwicklung und Umsetzung innovativer Lehrmethoden fördern?
- Autorinnen: Erika Frühwald, Corina Schwarz
- Zusammenfassung: Frühwald und Schwarz untersuchen die Rolle von Führungskräften bei der Förderung innovativer Lehrmethoden, einschließlich KI. Sie betonen die Bedeutung einer unterstützenden Führungskultur. Die Autorinnen geben Empfehlungen für Schuladministrationen und -leitungen.
17. Digitale Medienkompetenz #social-media@school: Wie können schulische Führungskräfte die Herausforderungen, die sich durch den Einsatz von sozialen Medien und Online-Plattforman im schulischen Umfeld ergeben, bewältigen?
- Autoren: Brigitte Kremser, Christian Raith
- Zusammenfassung: Kremser und Raith beleuchten die Herausforderungen und Strategien im Umgang mit sozialen Medien und Online-Plattformen in Schulen. Sie betonen die Notwendigkeit digitaler Medienkompetenz bei Lehrern und Schülern. Es werden praktische Ansätze zur Integration digitaler Medien in den Unterricht vorgestellt.
18. Inklusive Führungskultur: Welche Herausforderungen sehen schulische Führungskräfte im Umgang mit der Vielfalt der Schüler*innenschaft und wie können sie ein inklusives Klima in der Schule fördern?
- Autorinnen: Patricia Baumgartner, Michaela Gallistl
- Zusammenfassung: Baumgartner und Gallistl diskutieren die Herausforderungen und Strategien zur Förderung eines inklusiven Klimas in Schulen. Sie betonen die Bedeutung von Diversität und Inklusion im Schulalltag. Die Autorinnen geben konkrete Empfehlungen und Best Practices.
19. Schüler*innen mit besonderen pädagogischen Bedürfnissen – eine zentrale Herausforderung im VS-Schulalltag: Wie können schulische Führungskräfte mit der steigenden Anzahl von Schüler*innen umgehen, die besondere pädagogische Unterstützung brauchen?
- Autorinnen: Angelika Szelinger, Julia Wisser-Schranz
- Zusammenfassung: Szelinger und Wisser-Schranz analysieren die Herausforderungen im Umgang mit Schülern mit besonderen Bedürfnissen. Sie betonen die Notwendigkeit spezialisierter Unterstützungsmaßnahmen. Die Autorinnen geben Empfehlungen für eine effektive Förderung und Integration.
20. Schlüsselrolle Schulleitung: Gemeinsam für ein gesundes Schulklima: Schulische Führungskräfte setzen auf Work-Life Balance im Lehrer*innenteam
- Autorinnen: Susanne Braun, Astrid Schweighofer
- Zusammenfassung: Braun und Schweighofer untersuchen die Rolle der Schulleitung bei der Förderung eines gesunden Schulklimas. Sie betonen die Bedeutung von Work-Life Balance für das Lehrpersonal. Die Autorinnen geben praktische Empfehlungen für schulische Führungskräfte.
21. Strategien für Lehrer*innenmotivation: Welche Strategien können schulische Führungskräfte einsetzen, um das Lehrer*innenteam zu motivieren und zu stärken, insbesondere in Zeiten erhöhten Arbeitsdrucks?
- Autoren: David Frankenstein, Carina Thaler
- Zusammenfassung: Frankenstein und Thaler diskutieren Strategien zur Motivation von Lehrkräften. Sie betonen die Bedeutung von Anerkennung und Unterstützung in Zeiten erhöhten Arbeitsdrucks. Die Autoren geben konkrete Empfehlungen zur Förderung der Lehrer*innenmotivation.
22. Bürokratische Herausforderungen: Wie können schulische Führungskräfte mit bürokratischen Herausforderungen und administrativen Belastungen umgehen, um mehr Zeit für pädagogische Führung zu haben?
- Autorinnen: Martina Schindler, Senta Paul
- Zusammenfassung: Schindler und Paul analysieren die bürokratischen Herausforderungen im Schulalltag. Sie betonen die Notwendigkeit effizienter Verwaltungsprozesse zur Entlastung der Lehrkräfte. Die Autorinnen geben Empfehlungen zur Optimierung administrativer Aufgaben.
23. Psychische Gesundheit: Welche Maßnahmen können schulische Führungskräfte ergreifen, um die psychische Gesundheit von Lehrenden, Schüler*innen sowie anderen Mitarbeitenden in der Schule zu fördern?
- Autorinnen: Romina Diertl, Sandra Edelbacher, Melanie Rodler
- Zusammenfassung: Diertl, Edelbacher und Rodler untersuchen Maßnahmen zur Förderung der psychischen Gesundheit im schulischen Umfeld. Sie betonen die Bedeutung eines ganzheitlichen Ansatzes zur Unterstützung von Lehrkräften und Schülern. Die Autorinnen geben konkrete Empfehlungen zur Förderung des Wohlbefindens.
24. Lehrer*innenmangel an Schulen: Wie können schulische Führungskräfte mit dem Lehrer*innenmangel und der Personalrekrutierung an der Schule umgehen?
- Autorinnen: Angela Hübl, Marina Cibusch
- Zusammenfassung: Hübl und Cibusch analysieren Strategien zur Bewältigung des Lehrermangels. Sie betonen die Notwendigkeit proaktiver Personalrekrutierung und -bindung. Die Autorinnen geben Empfehlungen zur Sicherstellung einer ausreichenden Lehrkräfteversorgung.
Im Gespräch mit
25. KI – die Revolution des Lernens? Im Gespräch mit Senad Bećirović
- Autorin: Edda Polz
- Zusammenfassung: Im Gespräch mit Senad Bećirović werden die revolutionären Potenziale von KI im Bildungsbereich diskutiert. Bećirović betont die transformative Kraft von KI und deren Einfluss auf Lernprozesse. Die Diskussion hebt sowohl Chancen als auch Herausforderungen hervor.
26. KI – das Beste, das Schlechteste oder das Letzte – wir haben es in der Hand: Im Gespräch mit Eckehard Quin
- Autorin: Isabella Zins
- Zusammenfassung: Im Gespräch mit Eckehard Quin werden die extremen Perspektiven auf KI im Bildungsbereich beleuchtet. Quin diskutiert die besten und schlimmsten Szenarien der KI-Nutzung. Die Autorin hebt die Bedeutung menschlicher Kontrolle und ethischer Überlegungen hervor.
27. Profitieren von maschineller Intelligenz – Bildungsgerechtigkeit und KI: Im Gespräch mit Gerhard Brandhofer
- Autorin: Petra Heißenberger
- Zusammenfassung: Heißenberger und Brandhofer diskutieren die Rolle von KI bei der Förderung der Bildungsgerechtigkeit. Brandhofer betont die Potenziale von KI zur Unterstützung benachteiligter Schüler. Die Diskussion beleuchtet auch die Herausforderungen und ethischen Fragen.
28. Künstliche Intelligenz – Chancen für den Fremdsprachenunterricht: Im Gespräch mit Matthias Klammer und Ralf Mühlböck
- Autorin: Michaela Tscherne
- Zusammenfassung: Im Gespräch mit Matthias Klammer und Ralf Mühlböck werden die Chancen von KI im Fremdsprachenunterricht erörtert. Die Diskussion zeigt, wie KI den Sprachunterricht personalisieren und verbessern kann. Die Autorin hebt praktische Anwendungen und Erfolgsbeispiele hervor.
29. How to use Artificial Intelligence (AI): Im Gespräch mit Paul Finnerty
- Autorin: Michaela Tscherne
- Zusammenfassung: Paul Finnerty erklärt im Gespräch, wie KI im Bildungsbereich effektiv eingesetzt werden kann. Er betont die Notwendigkeit einer sorgfältigen Implementierung und kontinuierlichen Anpassung. Die Autorin hebt praktische Tipps und Empfehlungen hervor.
Kultur macht Schule
30. Natur und Kultur XII: Im Chat mit ChatGPT über Natur & Kultur
- Autorin: Carmen Sippl
- Zusammenfassung: Sippl diskutiert im Chat mit ChatGPT die Verknüpfung von Natur und Kultur durch KI. Die Unterhaltung zeigt, wie KI genutzt werden kann, um komplexe Themen zugänglich zu machen. Die Autorin hebt die didaktischen Potenziale solcher Interaktionen hervor.
31. Kunst und KI: Künstlerische Imagination vs. künstliche Imitation?
- Autorin: Christina Schweiger
- Zusammenfassung: Schweiger untersucht die Rolle von KI in der Kunst und den Unterschied zwischen künstlerischer Imagination und künstlicher Imitation. Sie diskutiert, wie KI in kreativen Prozessen eingesetzt werden kann. Die Autorin beleuchtet ethische und ästhetische Fragen.
32. Über menschliche KI und unmenschliche Bildung: Ein Frankensteinmoment
- Autor: Mike Haefliger
- Zusammenfassung: Haefliger reflektiert über die Auswirkungen von KI auf Bildung und stellt kritische Fragen zur Menschlichkeit in der digitalen Ära. Er diskutiert die Gefahren einer unreflektierten KI-Nutzung. Der Autor hebt die Notwendigkeit ethischer Überlegungen hervor.
KI in Bildung, Forschung und Innovations
Durch die Verbreitung von ChatGPT sind in jüngster Zeit die Fähigkeiten (generativer) Künstlicher Intelligenz (KI) in den Fokus der öffentlichen Debatte geraten. Das Strategy Lab «KI in Bildung, Forschung und Innovation - was verlieren wir, was gewinnen wir?» nimmt diese öffentlichen Diskussionen zum Anlass, vertiefend über die Chancen und Risiken von KI in einem für die Universitäten bedeutsamen Kontext nachzudenken: dem Bereich der Hochschul-/Berufsbildung, Forschung und Innovation - also dem Spektrum, das gemeinhin durch das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) abgedeckt wird.
Positionspapier
News zum Thema KI
Unter der Rubrik "Wissen" führt SRF eine Themenseite zu Künstlicher Intelligenz, worin laufend neue Beiträge publiziert werden. Im Rahmen einer Themenwoche Ende November 2024 mit dem Titel "KI und wir" (17. -24.11.2024) wurde Fragen wie "Was kann KI wirklich" und "Was machen Menschen in der Schweiz damit" in unterschiedlichen Formaten (TV, Radio und Online) nachgegangen. Im zuletzt publizierten Beitrag (18.12.2024) mit dem Titel "Manuelle Berufe werden wegen des KI-Booms wieder beliebter" wird unter anderem eine Studie der Universität Bern vorgestellt, die die Veränderungen in der Berufswahl von Schulabgängern:innen seit der Lancierung von ChatGPT untersucht.
News zum Thema KI, Künstliche Intelligenz, Rubrik Wissen, SRF
Das Institut für Kommunikation und Medienforschung der Universität Zürich, Abteilung Medienwandel und Innovation, hat in Zusammenarbeit mit der SRG eine repräsentative Berfragung unter Schweizer Internetnutzenden (2023: 97% der Bevölkerung) zu ihrem Umgang mit und ihrer Haltung zu Künstlicher Intelligenz durchgeführt. Folgende Ergebnisse haben sich aus der Befragung ergeben:
1. Rasante Diffusion: Eineinhalb Jahre nach Markteinführung kennt die ganze Schweiz KI-Tools, die Hälfte nutzt sie, von den Jüngsten fast alle
Die Nutzung von KI-Tools unter den Schweizer Internetnutzenden ist von 37% (2023) auf 54% (2024) gestiegen. In der jüngsten Altersgruppe (16- bis 29jährige) kennen und nutzen 97% KI-Tools.
2. Digitale Ungleichheiten in der Schweizer Gesellschaft nach Alter und Bildung verstärken sich durch Künstliche Intelligenz
Mit steigendem Bildungsniveau steigt der Anteil der KI-Nutzenden stark (tief: 37%, mittel: 42%, hoch: 70%). Es ist zu erwarten, dass sich die bestehende digitale Ungleichheit in der Schweiz aufgrund der Nutzung von KI-Tools in der Zukunft noch verstärken wird, u.a. auch weil Jüngere und höher gebildete Schweizer Internetnutzende diesen Tools gegenüber optimistischer eingestellt sind.
3. Die Nutzung von KI-Tools ist meist noch experimentell („um zu sehen,wie gut sie sind“)
Neugier, längere Texte verarbeiten, etwas lernen oder Probleme lösen - das sind die meist genannten Gründe für die Nutzung von KI-Tools. Zudem fühlen sich Schweizer KI-Nutzende über alle soziodemografischen Gruppen hinweg relativ wohl im Umgang mit KI-Tools, obwohl diese Dienste erst seit eineinhalb Jahren zur Verfügung stehen und für die Nutzenden eher undurchschaubar sind.
4. Erste Anzeichen einer Sättigung; Fehlerhafte Informationen durchKI-Tools sind der wichtigste Grund für Nichtnutzung
Neben der fehlerhaften Informationserzeugung wird als genauso wichtiger Grund für die Nichtnutzung von KI-Tools der fehlende Zusammenhang zum eigenen Alltag angegeben.
5. Trade-off: Hohe Datenschutzbedenken bei gleichzeitig hohen Erwartungen einer Effizienzsteigerung durch KI
Jüngere Menschen und Männer sind grundsätzlich optimistischer bezüglich dem Einfluss von KI auf unseren Alltag. Ein Grossteil der Befragten glaubt, dass KI genutzt werden kann, um unser Privatleben zu überwachen, aber uns gleichzeitig aber auch helfen wird, Aufgaben effizienter zu erledigen.
6. Die Hälfte steht der KI-Nutzung durch Kinder skeptisch gegenüber, KI-Nutzer*innen, Junge und Männer schätzen es positiver ein
Die Ablehnung von KI-Nutzung durch Kinder wird mit der Auswirkung auf ihre Lernfähigkeit und ihr kritisches Denken begründet. Befürworter argumentieren mit einem erhöhten Interesser für neue Technologien und dem Zugang zu Ressourcen.
7. Gepaltenes Meinungsbild zur Regulierung von KI-Tools
Nur ein Drittel der Befragten glaubt, dass es möglich ist, KI-Tools zu regulieren. Jüngere schätzen diese Möglichkeit optimistischer ein.
8.Schweiz liegt in Kenntnis und Nutzung von KI-Tools vor Tschechischer Republik und Macao
In Bezug auf Wissen und Nutzung von KI-Tools sind die drei Länder in ihren soziodemografischen Mustern vergleichbar.
Michael Latzer, Noemi Festic: «Künstliche Intelligenz» in der Schweiz 2024: Kenntnisse, Nutzung und Einstellungen zur generativen KI, Universität Zürich IKMZ – Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung Abteilung Medienwandel & Innovation, November 2024.
Das Buch Generative Künstliche Intelligenz von Sabine Seufert und Siegfried Handschuh (Herausgeber, beide Universität St. Gallen) mit dem Untertitel ChatGPT und Co für Bildung, Wirtschaft und Gesellschaft beleuchtet
- Generative KI: Funktionsweise, Stärken und Schwächen
- Chancen und Risiken von KI für Wirtschaft und Gesellschaft
- Mit konkreten Anwendungsfällen aus dem Bildungsbereich
Die Kapitel 9 und 13 (siehe unten) thematisieren Fragen der Bildung.
Inhaltsverzeichnis
I. Orientierung und Grundverständnis
1. Generative KI: Mensch-Maschine-Augmentation Sabine Seufert und Siegfried Handschuh
Einleitung
Industrielle Revolutionen
Entwicklungslinien von Mensch-Maschine-Interaktionen
Augmentation: Zusammenarbeit Mensch-Maschine
Struktur und Aufbau des Buches
2. Große Sprachmodelle Siegfried Handschuh
Einleitung
Architektur großer Sprachmodelle
Die Vorhersage des nächsten Wortes
Emergente Fähigkeiten
Prompt Engineering
Schwächen und Herausforderungen
Aktuelle Entwicklungen
Zusammenfassung
3. Kreativität der generativen KI Gerhard Paass und Dirk Hecker
Generative künstliche Intelligenz
Der kreative Prozess
GAI-Kreativität im sprachlichen Bereich
Erzeugung von Bildern aus Text
Automatische Musikgenerierung
Zusammenfassung
4. Hybride Intelligenz: Zusammenwirken von menschlicher und maschineller Intelligenz Sabine Seufert und Christoph Meier
Einleitung
Hybride Intelligenz als Basis für gelingende Zusammenarbeit von Menschen und smarten Maschinen
Zusammenarbeit mit intelligenten Assistenzsystemen: Formen, Intensitäten, Rollen, Aufgabenteilung
Spezifische menschliche Kompetenzen für die gelingende Zusammenarbeit mit generativer KI
Akzeptanzfaktoren für die Zusammenarbeit mit generativer KI
Zusammenfassung und Ausblick auf Managementaufgaben
II. Management von Innovationen mit generativer KI
5. Chancen und Risiken der generativen KI im strategischen Management Siegfried Handschuh und Christoph Lechner
Was ist generative KI?
Generative KI und strategisches Management
Auswirkungen auf einzelne Bereiche des strategischen Managements
Prompts für das strategische Management
Risiken und Herausforderungen beim Einsatz von generativer KI
Schlussfolgerung
6. Personal- und Kompetenzentwicklung für generative KI in Organisationen Sabine Seufert, Judith Spirgi und Christoph Meier
Einleitung
Neue Ausgangspunkte für die Personal- und Kompetenzentwicklung
Kompetenzentwicklung für den Aufbau und die Nutzung generativer KI in Organisationen
Strategien für die Kompetenzentwicklung im KI-Zeitalter
Zusammenfassung und Ausblick
7. Hybride Innovationsteams – Augmentation menschlicher Innovationsteams mit KI Sebastian G. Bouschery, Vera Blazevic und Frank T. Piller
Einleitung
Von künstlicher Intelligenz zu hybrider Intelligenz
Generative KI und große Sprachmodelle
Hybride Intelligenz und Innovationsteams
Zusammenfassung und Ausblick
III. Auswirkungen auf Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft
8. Zukunft Arbeit: Auswirkungen generativer KI auf den Arbeitsmarkt Patrick Zenhäusern, Stephan Vaterlaus und Katharina Degen
Einleitung
Theoretische Überlegungen zum KI-induzierten Arbeitsmarktwandel
Einfluss von KI in verschiedenen Berufen – Erkenntnisse aus der Schweiz
Regulatorische Handlungsfelder
Ausblick
9. Zukunft Bildung: Auswirkungen generativer KI auf Bildungssysteme Sabine Seufert
Einleitung: KI in der Bildung
Aufbau von Ökosystemen in der Bildung
Ziele: Kompetenzen im Zeitalter der generativen KI
Inhalte: »Flipped Curriculum« – umgedrehtes Curriculum
Organisation und Lernräume: ein Paradigmenwechsel
Assessment: ein doppelspuriges System
Bildungsprozesse mit generativer KI gestalten: Neue Assistenz-, Trainings- und Assessmentsysteme
Zusammenfassung und Ausblick
10. Generative KI aus ethischer Sicht Oliver Bendel
Einführung
Grundlagen generativer KI
Eine ethische Diskussion generativer KI
Ethische Leitlinien
Zusammenfassung und Ausblick
11. Die Regulierung von generativer KI im AI-Act Sebastian Straub
Definition, Grundlagen und Funktionsweise von generativer KI
Zielrichtung und Regelungssystematik des AI-Acts
Regulierungsansätze für generative KI und Basismodelle
Fazit und Ausblick
IV. Anwendungsbeispiele aus der Praxis
12. Hochschulbildung: KI-basiertes Forschen und Schreiben Sabine Seufert, Michael Burkhard, Reto Gubelmann, Christina Niklaus und Siegfried Handschuh
Einleitung
Neue Ausgangspunkte für den Forschungsprozess mit generativer KI
Kompetenzentwicklung mit generativer KI
Anwendungsbeispiele
Zusammenfassung
13. Generative KI in der Lehrerbildung: »Teacher Copilot« als Assistenz- und Trainingssystem für Lehrkräfte Sabine Seufert und Stefan Sonderegger
Einleitung
Neue Ausgangspunkte für die Lehrerbildung
Digitale Kompetenzen von Lehrpersonen im Zeitalter der generativen KI
Teacher Copilot: Assistenz-/Trainingssystem für Lehrpersonen
Erste Pilotversuche und Erfahrungen
Zusammenfassung
14. Fallbeispiel SquirroGPT: Einfach mit Unternehmensdaten »chatten« Dorian Selz
Ausgangslage: Warum es mehr braucht als ChatGPT, um Unternehmensdaten sicher für KI zu verwenden
Retrieval-Augmented Generation
SquirroGPT: Die Unternehmenslösung für GPT
Fazit: Informationsinteraktion neu gedacht
Ausblick
15. Fallbeispiel Legal OS – Nutzung generativer KI für Rechtsfragen im Unternehmen Charlotte Kufus und Stéphanie Aubry
Ausgangssituation: Die Ursprünge von Legal OS
Die Zielsetzung und Funktionsweise von Legal OS
Implementierung und Qualitätsentwicklung von Legal OS in Organisationen
Bisherige Erfahrungen und Ausblick
16. The Introduction of the Generative AI Co-Creator Maarten K. Pieters
Introduction
The co-creative process and the role of participants
The Generative AI Co-Creator
Nine rules for GAICC development
KI-Gesetz der EU
Am 23. März 2024 hat das EU-Parlament den AI Act beschlossen.
Die Inkraftsetzung wird auf Juli 2024 erwartet.
Der "Swiss Finish" wird auf Ende 2024 erwartet.
Das Kernstück des AI Act ist ein risikobasierter Ansatz zur Einstufung von KI-Systemen.
Die folgenden Risikostufen sind mit unterschiedlichen Auflagen versehen:
- inakzeptables Risiko
- hohes Risiko
- begrenztes Risiko
- ohne Risiko
Das KI-Gesetz der EU hat folgende Bedeutung für den Bildungsbereich:
- Der Einsatz von KI-Systemen zur Emotionserkennung von Schüler:innen/Lernenden wird laut Gesetz verboten.
- Das Thema "Digitale Prüfungsunterstützung durch KI" fällt in den Bereich "hohes Risiko", da die KI in der allgemeinen oder beruflichen Bildung den Zugang zu Bildung und den beruflichen Verlauf des Lebens einer Person bestimmen kann (z. B. Bewertung von Prüfungen).
- Generell soll der Einsatz von KI in Bildungseinrichtungen auf Elemente beschränkt werden, die nachweislich die Kompetenzen und sozialen Fähigkeiten der Lernenden erweitern.
- Insgesamt zielt das KI-Gesetz darauf ab, die Grundrechte und den Schutz der Bürgerinnen und Bürger, auch im Bildungskontext, sicherzustellen und Risiken wie Diskriminierung, Manipulation oder Intransparenz durch den Einsatz von KI-Systemen zu minimieren.
Die neueste Ausgabe der Fachzeitschrift "Frauenfragen" (2024) der eidgenössischen Kommission für Frauenfragen bietet eine Analyse der Chancen und Risiken, die KI und Algorithmen für die Gleichstellung der Geschlechter bieten. Anhand von wissenschaftlichen Artikeln, Interviews, Porträts und Illustrationen umreisst die Zeitschrift die rechliche und gesellschaftliche Situation zur Thematik in der Schweiz.
KI, Algorithmen und Geschlecht, Frauenfragen, EKF 2024.
Im "Atlas der Automatisierung" erhält man einen Überblick, wo in der Schweiz Algorithmen eingesetzt werden und wie diese den Alltag, aber auch die Rechte des Einzelnen und die Gesellschaft beeinflussen können. Dadurch soll Transparenz hergestellt werden, so dass die Öffentlichkeit nachvollziehen kann, welchen Einfluss algorithmische Systeme auf unser Leben haben. Im Speziellen sollen dadurch algorithmische Systeme sichtbar gemacht werden, die in Entscheidungsprozessen und insbesondere von der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden.
Die Datenbank wird laufend ergänzt und beruht auf Recherchen von AlgorithmWatch CH, auf Anfragen an öffentliche Verwaltungen und auf politischen Vorstössen. Der Atlas kann nach Kanton, Anwender:innen, betroffenen Gruppen oder vielen anderen Kriterien gefiltert werden.
Atlas der Automatisierung, AlgorithmWatch, seit 2023
Informationsmaterial zu Datennutzung und Datenschutz
Das Portal zum Thema Datenschutz im Schweizer Bildungsraum wurde 2021 von der Schweizer Fachagentur Educa ins Leben gerufen und seither ständig aktualisiert. Es wird eine Sammlung von Merkblättern, Leitfäden, gesetzlihen Grundlagen und weiteren Inhalten aus allen Kantonen sowie kantonsübergreifenden Quellen zur Verfügung gestellt.
Informationsmaterial zu Datennutzung und Datenschutz, Educa, seit 2021.
JAMES steht für Jugend, Aktivitäten, Medien - Erhebung Schweiz und erhebt alle zwei Jahre das Freizeit- und Medienverhalten von Jugendlichen in der Schweiz. 2024 wurden 1183 Jugendliche aus den drei grossen Sprachregionen befragt. Ein paar der wichtigsten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Fast ausnahmslos haben die Jugendlichen in ihren Haushalten Zugriff auf Internet, Handy, Computer/Laptop und ein Fernsehgerät.
- Am intensivsten nutzen Jugendliche in ihrer Freizeit das Smartphone.
- Die Nutzungsintensität der "Big Four" (Instagram, TikTok, Snapchat und WhatsApp) scheint auf hohem Niveau zu staginieren (unverändert seit 2022).
- Acht von zehn Jugendlichen gamen in ihrer Freizeit (Jungs deutlich häufiger als Mädchen), das beliebteste Game ist 2024 Brawl Stars. Das beliebteste Buch ist immer noch Harry Potter.
- Das Smartphone wird am meisten genutzt für Messenger Chats, als Uhr, zum Telefonieren und für Sprachnachrichten.
- Fast ein Viertel der Befragten wurde im digitalen Raum schon beschimpft und beleidigt, jede/r Zehnte wurde mit sexuellen Abischten konfrontiert (wobei Mädchen häufiger betroffen sind als Jungs).
Külling-Knecht, C., Waller, G. et al.: JAMES - Jugend, Aktivitäten, Medien - Erhebung Schweiz. Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften - Departement Angewandte Psychologie, Züirich 2024.
Schwerizerische Koordinationsstelle für Bildungsforschung
Das Staff Paper 26 präsentiert die vierte Erhebung des «Monitoring der Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler» und ermöglicht einen Vergleich der Ergebnisse seit 2020 (siehe Staff Paper 22 und Staff Paper 24 und Staff Paper 25). Befragt wurden Kinder und Jugendliche der obligatorischen Schule und der Sekundarstufe II zur Ausstattung und Nutzung digitaler Hilfsmittel in der Schule und im Elternhaus.
Im Jahr 2024 wurde erstmals auch die Nutzung von KI-Tools im Schulalltag erfasst. Es sind die ersten repräsentativen Ergebnisse für die Schweiz, die zeigen, wie verbreitet die Nutzung solcher KI-Anwendungen bei 8- bis 18-Jährigen ist.
Das «Monitoring der Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler» wird von der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) im Rahmen des Schweizer Bildungsmonitorings finanziert.
Chantal Oggenfuss und Stefan C. Wolter
SKBF Staff Paper 26, Aarau, 2024, 23 Seiten
Monitoring der Digitalisierung der Bildung aus Sicht der Schülerinnen und Schüler: Ergänzungsbericht mit Ergebnissen der vier Erhebungen 2020–2024
Die Publikation "2024 EDUCAUSE Horizon Report Teaching and Learning Edition" benennt die wichtigsten Trends, Technologien und Praktiken, die die Zukunft des Lehrens und Lernens in der Hochschulbildung prägen werden. Durch die Bereitstellung fundierter Analysen und zukunftsorientierter Szenarien unterstützt der Report Entscheidungsträger dabei, innovative Lösungen zu entwickeln und die Qualität der Bildung zu verbessern.
Der Horizon Report wird von EDUCAUSE produziert, einer gemeinnützigen Organisation, die sich auf die Förderung der Informationstechnologie in der Hochschulbildung spezialisiert hat. EDUCAUSE ist eine der größten Gemeinschaften von IT-Führungskräften und Fachleuten im Hochschulbereich und arbeitet international.
Der Bericht richtet sich an Personen, die an der strategischen Planung und Entscheidungsfindung im Bereich der Bildungstechnologie beteiligt sind. Dazu gehören auch Lehrkräfte, Verwaltungsmitarbeiter und andere Stakeholder, die sich für die Zukunft der Hochschulbildung und die Integration neuer Technologien interessieren. Die Informationen im Bericht sollen diesen Gruppen helfen, aktuelle Trends zu verstehen und fundierte Entscheidungen zu treffen.
Die folgenden Schlüsseltechnologien sind stark von KI geprägt.
Die Zusammenfassungen wurden mit ChatGPT-4o erstellt und alle Titel und Autoren überprüft. Sollten in den Zusammenfassungen Diskrepanzen zum Originaltext zu erkennen sein, bitte ich um eine Nachricht an vernetzt@dlh.zh.ch.
ChatGPT-4o Prompt: Du bist ein Spezialist für den Horizon Report im Lehren und Lernen. Ich möchte, dass du mir ausschliesslich aus dem angehängten Dokument die wichtigsten Informationen heraussuchst. Halte dich an die Organisation im pdf mit Trends, Key Technologies und Scenarios. Sei ganz exakt und arbeite die Kapitel mit den Unterkapiteln einzeln ab. Überspringe nichts und schreibe zu jedem der Kapitel bzw. Unterkapitel maximal 5 Sätze. Bitte alles auf Deutsch. Danke! [31.05.2024, André Dinter]
- Geeignete Anwendungen für KI-gestützte Technologie finden
- Institutionen müssen Wege finden, um KI-gestützte Technologien sinnvoll und ethisch in ihre Lehr- und Lernprozesse zu integrieren. Dies umfasst die Identifikation von Bereichen, in denen KI Mehrwert bietet, sowie die Schulung von Lehrkräften im Umgang mit diesen Technologien. KI kann personalisiertes Lernen unterstützen und administrative Prozesse optimieren, birgt aber auch Risiken wie Datenschutzbedenken und potenzielle Verzerrungen. Hochschulen müssen sicherstellen, dass der Einsatz von KI transparent und verantwortungsbewusst erfolgt. Eine sorgfältige Planung und Umsetzung ist erforderlich, um die Vorteile von KI-Technologien voll auszuschöpfen.
- Unterstützung der KI-Kompetenz
- Die Förderung der KI-Kompetenz bei Studierenden und Lehrkräften ist entscheidend, um die Potenziale dieser Technologien zu nutzen. Institutionen sollten Programme entwickeln, die das Verständnis und die Anwendung von KI in verschiedenen Disziplinen fördern. Dies umfasst auch die ethischen und gesellschaftlichen Implikationen der KI-Nutzung. Eine umfassende KI-Bildung kann dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt zu steigern. Die Zusammenarbeit mit Industriepartnern kann zusätzliche Einblicke und Ressourcen für die Entwicklung solcher Programme bieten.
- Förderung von gerechtem und inklusivem Lernen
- Hochschulen sollten darauf abzielen, gerechte und inklusive Lernumgebungen zu schaffen, die allen Studierenden gleiche Chancen bieten. Dies umfasst die Berücksichtigung unterschiedlicher Lernbedürfnisse und die Bereitstellung von Ressourcen, die den Zugang und Erfolg für alle fördern. Technologie kann eine wichtige Rolle spielen, indem sie personalisiertes Lernen unterstützt und Barrieren abbaut. Institutionen müssen sicherstellen, dass ihre Bildungsangebote vielfältig und inklusiv sind. Eine kontinuierliche Evaluierung und Anpassung der Lehrpläne ist notwendig, um den Bedürfnissen einer vielfältigen Studierendenschaft gerecht zu werden.
- Schutz von Datenprivatsphäre und Sicherheit
- Der Schutz der Datenprivatsphäre und die Gewährleistung der Sicherheit sind zentrale Herausforderungen für Hochschulen im digitalen Zeitalter. Institutionen müssen robuste Sicherheitsmaßnahmen implementieren und regelmäßig aktualisieren, um den Schutz sensibler Daten zu gewährleisten. Dies umfasst auch Schulungen zur Sensibilisierung für Datenschutz und Cybersicherheit für Studierende und Mitarbeiter. Eine transparente Kommunikation über Datenpraktiken kann das Vertrauen in die Institution stärken. Hochschulen sollten bestrebt sein, höchste Standards im Umgang mit Daten zu erfüllen.
- Navigieren durch Fehlinformationen
- Die Fähigkeit, Fehlinformationen zu erkennen und zu bekämpfen, ist in der heutigen Informationsgesellschaft unerlässlich. Hochschulen sollten Programme entwickeln, die kritisches Denken und Medienkompetenz fördern, um Studierende darauf vorzubereiten, verlässliche Informationen zu identifizieren und zu nutzen. Dies umfasst auch die Schulung im Umgang mit digitalen Medien und sozialen Netzwerken. Die Förderung eines kritischen und informierten Umgangs mit Informationen kann die akademische Integrität und die Qualität der Bildung stärken. Eine enge Zusammenarbeit mit Experten für Informations- und Medienkompetenz kann hierbei unterstützend wirken.
- Unterstützung der psychischen Gesundheit
- Die psychische Gesundheit der Studierenden ist ein wichtiger Aspekt des Bildungserfolgs und sollte von Hochschulen aktiv unterstützt werden. Institutionen müssen umfassende Unterstützungsdienste anbieten, die die psychische Gesundheit fördern und Studierende in Krisenzeiten unterstützen. Dies umfasst auch die Schulung von Mitarbeitern und Lehrkräften im Umgang mit psychischen Gesundheitsproblemen. Die Integration von Wellness-Programmen und stressreduzierenden Maßnahmen in den Hochschulalltag kann das Wohlbefinden der Studierenden verbessern. Ein ganzheitlicher Ansatz zur Förderung der psychischen Gesundheit ist entscheidend für ein positives Lernumfeld.
Bei den technologischen Trends wird erwähnt, dass die Nutzung von Lernanalysen zunimmt. Die Analysen ermöglichen personalisierte Lernwege, die frühzeitige Identifizierung gefährdeter Studierender und die Optimierung von Lehrmethoden. Ein strategischer Einsatz von Lernanalysen kann dazu beitragen, die Lernergebnisse zu verbessern und die Bildungsqualität zu steigern.
Bei den wirtschaftlichen Trends wird angeführt, dass die Veränderungen in der Arbeitswelt und die Digitalisierung zu einer wachsenden Nachfrage nach beruflichen Qualifikationen und Weiterbildung führen. Institutionen müssen ihre Studiengänge an die Bedürfnisse des Arbeitsmarktes anpassen und eng mit der Industrie zusammenarbeiten, um praxisnahe Lernmöglichkeiten zu schaffen. Dies könnte zu einer Verschiebung der Lehrmethoden hin zu mehr berufsorientiertem Lernen führen.
Die Shell Jugendstudie gilt als DAS Standardwerk der Jugendforschung in Deutschland. Sie ist hier zu finden.
Die wichtigsten Punkte zum Thema Digitalität wurden per Copilot zusammenfasst und noch mal "nachgekürzt".
Digitale Möglichkeiten und Nutzung
- Kommunikation: 95 % der Jugendlichen nutzen täglich Messenger-Dienste, 82 % sind täglich auf Social Media aktiv.
- Unterhaltung: 67 % laden Musik herunter und hören sie, 54 % schauen Videos, Filme oder Serien online.
- Bildungsinhalte: 69 % suchen nach allgemeinen Informationen, 57 % für Schule, Ausbildung oder Beruf, und 30 % zu politisch-gesellschaftlichen Themen.
Künstliche Intelligenz (KI)
- Schulbildung: 60 % der Jugendlichen fordern, dass der Umgang mit KI verpflichtender Inhalt in der Schule sein soll, besonders Jugendliche mit Abitur oder Fachhochschulreife (66 %).
- Einstellung zu KI: 47 % stehen dem Einsatz von KI positiv gegenüber, wobei junge Männer (55 %) diese Technologie stärker befürworten als junge Frauen (39 %).
- Chancen und Risiken: 69 % glauben, dass KI den Alltag vereinfachen kann, und 60 % sehen Potenzial für Verbesserungen in Bereichen wie Medizin, Verkehr und Bildung. Gleichzeitig befürchten 65 %, dass KI unmenschliche Entscheidungen treffen könnte, und 45 % erwarten mehr Arbeitslosigkeit durch KI.
- Kennzeichnungspflicht: 77 % der Jugendlichen sprechen sich dafür aus, dass der Einsatz von KI immer gekennzeichnet werden sollte.
Fakenews und digitale Bildung
Schulbildung: 90 % der Jugendlichen halten es für wichtig, dass der Umgang mit digitalen Medien und das Erkennen von Fakenews in der Schule unterrichtet werden.
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Hier folgen die drei Kapitel im Zitat aus der Jugendstudie, die Copilot erwähnt.
Digitale Möglichkeiten werden stetig mehr genutzt
Die digitalen Möglichkeiten werden von den Jugendlichen weiterhin vielfältig und immer häufiger genutzt, dieser Trend ist ungebrochen. An erster Stelle steht für sie Kommunikation: 95 % nutzen mindestens einmal täglich Messenger-Dienste (2019: 94 %). Gleich danach folgt mit 82 % Social Media (2019: 81 %). Ebenfalls hoch im Kurs steht Unterhaltung in Form von Musik runterladen und hören (67 %, 2019: 55 %) oder Videos, Filme, Serien online anschauen (54 %, 2019: 48 %) sowie bildungsanregende Inhalte, etwa die Suche nach Informationen allgemeiner Art (69 %, 2019: 62 %), für Schule, Zusammenfassung 23 Ausbildung oder Beruf (57 %, 2019: 46 %) oder zu politisch-gesellschaftlichen Themen (30 %, 2019: 23 %).
Fast Konsens unter Jugendlichen: Fakenews und Künstliche Intelligenz gehören in die Lehrpläne an den Schulen
90 % der Jugendlichen finden es (sehr) wichtig, dass der Umgang mit digitalen Medien und das Erkennen von Fakenews in der Schule verpflichtend unterrichtet werden. Dieser Wunsch zieht sich durch alle Altersgruppen, West und Ost, alle sozialen Schichten und ist auch keine Frage des Geschlechts. Ähnlich verhält es sich mit der Aussage, dass der Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) verpflichtender Inhalt in der Schule sein soll. 60 % schließen sich dieser Forderung an – hier sind es vor allem Jugendliche, die Abitur bzw. Fachhochschulreife haben bzw. anstreben (66 %).
Nur wenige Jugendliche haben eine negative Gesamteinschätzung zu KI – Wunsch nach Kennzeichnungspflicht dennoch weit verbreitet
Fast die Hälfte der Jugendlichen (47 %) steht dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) (sehr) positiv gegenüber. Vor allem junge Männer befürworten diese neue Technologie (junge Männer: 55 %; junge Frauen: 39 %). Teil dieses grundsätzlich positiven Bildes ist, dass eine breite Mehrheit der Jugendlichen davon ausgeht, dass KI den Alltag vereinfachen kann (69 %) und die Welt in vielen Bereichen, zum Beispiel Medizin, Verkehr und Bildung, besser machen wird (60 %). Zugleich sehen die Jugendlichen aber auch Risiken beim Einsatz von KI. Fast zwei Drittel (65 %) befürchten, dass KI aufgrund eines fehlenden Einfühlungsvermögens unmenschliche Entscheidungen treffen kann, und immerhin 45 % erwarten mehr Arbeitslosigkeit aufgrund des Einsatzes von KI. Ein knappes Drittel (31 %) gibt außerdem an, beim Thema KI überfordert zu sein. Viele Jugendliche sehen also im Einsatz von KI Chancen und Risiken zugleich. Es verwundert deshalb nicht, dass sich eine breite Mehrheit (77 %) dafür ausspricht, KI immer dann zu kennzeichnen, sobald diese zum Einsatz kommt.
'Wie tickt die Jugend in Deutschland? Seit 1953 geht die Shell Jugendstudie dieser Frage auf den Grund. Auch im Jahr 2024 zeigt die Studie auf, wie die Generation der heute 12- bis 25-Jährigen et...
Prof. Dr. Katharina Scheiter forschte am Leibniz-Institut für Wissensmedien in der Arbeitsgruppe Multiple Repräsentationen in Tübigen. Seit Mai 2022 hat sie eine Professur für Digitale Bildung am Department Erziehungswissenschaft der Universität Potsdam.
Prompt in GPT-4o am 01.06.2024 [André Dinter]: Du bist ein Spezialist für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Zuerst hätte ich gerne gewusst, was die Anspruchsgruppe der Publikation und wer der Produzent ist, sowie welches Ziel die Publikation verfolgt? Dann möchte ich, dass du mir ausschliesslich aus dem angehängten Dokument die wichtigsten Informationen heraussuchst. Halte dich an die Organisation im pdf mit den einzelnen Kapiteln. Sei ganz exakt und arbeite die Kapitel mit den Unterkapiteln einzeln ab. Überspringe nichts und schreibe zu jedem der Kapitel bzw. Unterkapitel maximal 10 Sätze. Bitte alles auf Deutsch. Danke! |
Prompt in GPT-4o am 01.06.2024 [André Dinter]: Du bist ein Spezialist für das Lehren und Lernen mit digitalen Medien. Zuerst hätte ich gerne gewusst, was die Anspruchsgruppe der Publikation und wer der Produzent ist, sowie welches Ziel die Publikation verfolgt? Dann möchte ich, dass du mir ausschliesslich aus dem angehängten Dokument die wichtigsten Informationen heraussuchst. Halte dich an die Organisation im pdf mit den einzelnen Kapiteln. Sei ganz exakt und arbeite die Kapitel mit den Unterkapiteln einzeln ab. Überspringe nichts und schreibe zu jedem der Kapitel bzw. Unterkapitel mindestens 10 Sätze. Bitte alles auf Deutsch. Danke! |
Lesedauer 2 - 3 min bei 200 Wörtern/min |
Lesedauer 6 - 7 min bei 200 Wörtern/min |
Anspruchsgruppe, Produzent und Ziel des Reports Anspruchsgruppe: Die Anspruchsgruppe des Berichts umfasst Lehrpersonen, Bildungseinrichtungen und Forschende im Bereich der Bildungswissenschaften, die sich mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht beschäftigen. Produzent: Der Bericht wurde von Prof. Dr. Katharina Scheiter und ihrer Arbeitsgruppe an der Universität Tübingen sowie am Leibniz-Institut für Wissensmedien erstellt. Ziel: Ziel der Publikation ist es, einen umfassenden Überblick über die bisherigen Forschungsergebnisse zum Einsatz digitaler Medien im Bildungswesen zu geben und zukünftige Forschungsbedarfe aufzuzeigen. Der Bericht konzentriert sich sowohl auf das Lernen mit digitalen Medien (technology-enhanced learning, TEL) als auch auf das Lehren mit digitalen Medien (technology-enhanced teaching, TET) und die damit verbundenen professionellen Kompetenzen von Lehrpersonen. |
Anspruchsgruppe, Produzent und Ziel der Publikation Anspruchsgruppe: Die Anspruchsgruppe der Publikationfasst Lehrpersonen, Bildungseinrichtungen und Forschende im Bereich der Bildungswissenschaften, die sich mit dem Einsatz digitaler Medien im Unterricht beschäftigen. Produzent: Der Bericht wurde von Prof. Dr. Katharina Scheiter und ihrer Arbeitsgruppe an der Universität Tübingen sowie am Leibniz-Institut für Wissensmedien erstellt. Ziel: Ziel der Publikation ist es, einen umfassenden Überblick über die bisherigen Forschungsergebnisse zum Einsatz digitaler Medien im Bildungswesen zu geben und zukünftige Forschungsbedarfe aufzuzeigen. Der Bericht konzentriert sich sowohl auf das Lernen mit digitalen Medien (technology-enhanced learning, TEL) als auch auf das Lehren mit digitalen Medien (technology-enhanced teaching, TET) und die damit verbundenen professionellen Kompetenzen von Lehrpersonen. |
1. Einleitung Die zunehmende Digitalisierung beeinflusst alle gesellschaftlichen Bereiche, einschließlich des Bildungswesens. Ziel der Digitalisierung im Bildungswesen ist es, Lernende zu befähigen, digitale Medien kompetent zu nutzen. Dies schließt sowohl die technischen Bedienfertigkeiten als auch eine kritisch-reflektierte Nutzung ein. Zudem müssen Lehrpersonen sowohl über Medienkompetenz verfügen als auch in der Lage sein, diese zu vermitteln. |
1. Einleitung Die zunehmende Digitalisierung durchdringt alle wesentlichen gesellschaftlichen Bereiche und beeinflusst auch das Bildungswesen in nie dagewesener Weise. Zum einen wird Digitalisierung selbst zum Gegenstand von Bildung, wobei Lernende zu einer kompetenten Nutzung digitaler Medien im Alltag und Berufsleben befähigt werden sollen. Dies umfasst den Erwerb von Medienkompetenz für die Nutzung fachunabhängiger digitaler Angebote sowie fachspezifischer digitaler Werkzeuge. Medienkompetenz bezieht sich nicht nur auf technische Fertigkeiten, sondern auch auf eine kritisch-reflektierte Nutzung digitaler Angebote im Hinblick auf Chancen und Risiken. Lehrpersonen müssen selbst über diese Kompetenzen verfügen und in der Lage sein, Medienkompetenz zu vermitteln. Die zunehmende Digitalisierung verändert Bildung auch hinsichtlich der Gestaltung von Lehr- und Lernprozessen. Hierbei steht die Frage im Vordergrund, wie digitale Medien so eingesetzt werden können, dass sie das Erreichen fachlicher und überfachlicher Bildungsziele erleichtern und verbessern. |
2. Lernen mit digitalen Medien (TEL) 2.1 Historischer Hintergrund und Entwicklung Digitale Medien wurden seit den 1960er Jahren zur Wissensvermittlung genutzt, zunächst im Rahmen von programmiertem Unterricht. Die technische Weiterentwicklung führte zu vielfältigen digitalen Lernumgebungen, die von multimedialen Angeboten bis zu virtuellen Realitäten reichen. 2.2 Lernwirksamkeit und Forschungsergebnisse Studien zeigen, dass der Einsatz digitaler Medien einen positiven Einfluss auf das Lernen haben kann. Meta-Analysen belegen mittlere bis große Effekte, insbesondere in naturwissenschaftlichen und mathematischen Fächern. 2.3 Kritik und Herausforderungen Ein Kritikpunkt an der TEL-Forschung ist die unzureichende Einbindung digitaler Medien in den Unterrichtskontext. Salomon forderte bereits 1990 eine systemische Betrachtung der Wirkungen digitaler Medien, die individuelle, soziale und kulturelle Bedingungen berücksichtigt. |
2. Lernen mit digitalen Medien (TEL) 2.1 Historischer Hintergrund und Entwicklung Digitale Medien werden seit den 1960er Jahren zur Wissensvermittlung genutzt. Anfangs standen viele digitale Anwendungen in der Tradition des programmierten Unterrichts. Das heißt, digitale Medien ermöglichen es, eng umschreibbare Fertigkeiten wie Grundrechenarten zu üben und durch computerbasiertes Feedback kontinuierlich zu verbessern. Technische Innovationen haben die Möglichkeiten der Gestaltung und Nutzung digitaler Lernumgebungen ständig erweitert. Von rein symbolisch-abstrakten Darbietungsformen hin zu multimedialen, immersiven Angeboten und von statischen Strukturen hin zu manipulierbaren Informationsangeboten. Digitale Medien haben sich von der Präsentation vorgegebener Informationen zu konstruktiv einsetzbaren Werkzeugen entwickelt, mit denen Lernende ihre Umgebung gestalten können. Diese Entwicklung wird in der angloamerikanischen Literatur als "technology-enhanced learning" (TEL) bezeichnet, was auf eine Erweiterung bisheriger Lernmöglichkeiten hinweist. 2.2 Lernwirksamkeit und Forschungsergebnisse Studien zeigen, dass digitale Medien einen positiven Einfluss auf das Lernen haben können. Eine Zusammenfassung von 25 Meta-Analysen ergab einen kleinen bis mittleren Effekt zugunsten computerbasierter Lernmedien. Eine Meta-Analyse von Chauhan (2017) im Elementarbereich fand einen mittleren Effekt zugunsten des Lernens mit digitalen Medien. Fachbezogene Differenzierungen zeigten Schwankungen der Effektgrößen, mit großen Effekten für naturwissenschaftliche Inhalte, mittleren Effekten für Sprachen und Mathematik und den kleinsten Effekten für sozialwissenschaftliche Inhalte. Eine aktuelle Meta-Analyse von Hillmayr et al. (2020) zeigte, dass der Einsatz digitaler Werkzeuge im mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht einen positiven mittleren bis großen Effekt auf die Lernleistung hat. Zusammenfassend kann die Frage nach dem Mehrwert digitaler Medien auf Basis dieser Studien positiv beantwortet werden. 2.3 Kritik und Herausforderungen Ein Kritikpunkt an der TEL-Forschung ist die zu starke Fokussierung auf Technologie und zu wenig auf den Lernprozess. Richard Clark (1983) argumentierte, dass Medien lediglich Informationsträger sind und keinen Effekt auf das Lernen haben. Robert Kozma (1991, 1994) hingegen betonte, dass digitale Medien inhärente Eigenschaften für das Lernen aufweisen, die untrennbar mit ihnen verbunden sind. Die Clark-Kozma-Debatte hat nichts an Aktualität verloren und beeinflusst weiterhin die TEL-Forschung. Um lernwirksame digitale Lernmedien zu entwickeln, muss identifiziert werden, welche Medieneigenschaften lernbezogene kognitive Prozesse unterstützen. Diese können als Affordanzen beschrieben werden, ein Konzept aus der ökologischen Psychologie. Studien zeigen, dass das Passungsverhältnis zwischen Affordanz und Lernprozess entscheidend ist. Adaptive Lernsysteme wie intelligente tutorielle Systeme können besonders effektiv sein. Eine globale Medienwirkungsforschung sollte durch eine Forschung zu Affordanzen digitaler Medien ersetzt werden. Effekte mit Medien sollten von Effekten von Medien unterschieden werden. Medienwirkungsforschung sollte langfristige Effekte und andere Kriterien berücksichtigen. Viele TEL-Studien beschränken sich auf kurzfristige Effekte auf den Wissenserwerb. TEL-Forschung sollte auch die Einbindung digitaler Medien in den Unterrichtskontext berücksichtigen. Salomon forderte 1990 eine systemische Betrachtung der Wirkungen digitaler Medien. Entsprechend sollten Lehrpersonen im Umgang mit Technologien geschult werden, um deren erfolgreiche Nutzung im Unterricht zu gewährleisten. |
3. Lehren mit digitalen Medien (TET) 3.1 Mehrwert digitaler Medien im Unterricht Digitale Medien können im Unterricht einen funktionalen Mehrwert bieten, wenn sie sinnvoll eingebettet und mit analogen Unterrichtsangeboten kombiniert werden. Beispiele sind die Nutzung von digitalen Mindmaps zur Vorwissensaktivierung oder zur Konsolidierung des Wissens. 3.2 Orchestrierung des Unterrichts Erfolgreicher mediengestützter Unterricht erfordert eine didaktisch sinnvolle Orchestrierung, bei der digitale und analoge Medien aufeinander abgestimmt werden. Verschiedene Medienformen erfüllen unterschiedliche didaktische Funktionen, deren Kombination die höchste Lernwirksamkeit erzielen kann. 3.3 Professionelle Kompetenzen der Lehrpersonen Die TET-Forschung betont die Bedeutung der professionellen Kompetenzen von Lehrpersonen. Das TPACK-Modell beschreibt die notwendigen Wissensbereiche: technologisches Wissen, pädagogisches Wissen und Fachwissen. Eine Herausforderung bleibt die Messung dieser Kompetenzen und die Implementierung in die Lehrerausbildung. |
3. Lehren mit digitalen Medien (TET) 3.1 Mehrwert digitaler Medien im Unterricht Digitale Medien können im Unterricht einen funktionalen Mehrwert bieten, wenn sie sinnvoll eingebettet und mit analogen Unterrichtsangeboten kombiniert werden. Im RAT-Modell (Hughes et al. 2006) können digitale Medien drei Funktionen im Unterricht übernehmen: Ersatz, Verstärkung oder Transformation bestehender Unterrichtspraktiken. Das SAMR-Modell (Puentedura, 2006) beschreibt vier Modi der Mediennutzung: Substitution, Augmentation, Modification und Redefinition. Beide Modelle gehen davon aus, dass eine transformative Nutzung digitaler Medien im Unterricht bessere Leistungen von Schülerinnen und Schülern zur Folge haben sollte. Eine empirische Überprüfung dieser Modelle steht jedoch noch aus. Eine Alternative besteht darin, die Forschung zum Unterrichten mit digitalen Medien stärker an der klassischen Unterrichtsforschung auszurichten. Lernwirksamer Unterricht mit digitalen Medien sollte durch eine hohe Prozessqualität gekennzeichnet sein. Erste Studien zeigen positive Effekte von Tablets im Unterricht auf die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern. 3.2 Orchestrierung des Unterrichts Der Erfolg mediengestützten Unterrichts hängt nicht nur von der Qualität der Lernmedien ab, sondern auch von deren didaktisch sinnvoller Einbettung in das Unterrichtsgeschehen. Die Orchestrierung digitaler Medien bedeutet, dass diese in Abhängigkeit von Lernziel, Kontext, Sozialform des Unterrichts und Funktionen des Lehr-Lernangebots eingebunden werden. Verschiedene Choreographien für das gleiche Medium sind denkbar. Beispielsweise kann das Anfertigen einer digitalen Mindmap der Vorwissensaktivierung oder der Konsolidierung des Wissens dienen. Lehrpersonen spielen eine zentrale Rolle in der Orchestrierung des Unterrichts und müssen entsprechende Kompetenzen aufweisen. 3.3 Professionelle Kompetenzen der Lehrpersonen Die professionelle Kompetenz von Lehrpersonen umfasst sowohl kognitive als auch evaluativ-affektive Aspekte. Das Will-Skill-Tool Modell (Knezek und Christensen, 2016) beschreibt die Bereitschaft zur Nutzung digitaler Medien im Unterricht. Lehrpersonen setzen Technologien eher ein, wenn sie eine positive Einstellung zur Technologie haben, die notwendigen Fertigkeiten besitzen und Zugang zu den Technologien haben. Das TPACK-Modell (Mishra und Koehler, 2006) beschreibt das notwendige Wissen für mediengestützten Unterricht: technologisches Wissen, pädagogisches Wissen und Fachwissen. Das Modell weist jedoch konzeptionelle und empirische Mängel auf. Die Messung von TPACK erfolgt häufig über Selbstberichte, die mit Verzerrungen behaftet sein können. Es gibt nur wenige Instrumente zur objektiven Messung von digitalisierungsbezogenem Wissen von Lehrpersonen. Erste Studien zeigen Zusammenhänge zwischen TPK und der Qualität des Unterrichts. Motivationale Aspekte haben ebenfalls einen Einfluss auf die Qualität des mediengestützten Unterrichts. Beispielsweise entwickeln Lehrpersonen mit höheren Nützlichkeitsüberzeugungen qualitativ hochwertigere Unterrichtsentwürfe. Insgesamt ist die Forschung zum Lehren mit digitalen Medien ein noch junges und fragmentiertes Feld. |
4. Fazit und Ausblick Die Kombination der TEL- und TET-Perspektiven ist notwendig, um wesentliche Fortschritte in der Erforschung des Einsatzes digitaler Medien im Bildungswesen zu erzielen. Beide Perspektiven betonen die funktionale Betrachtung digitaler Medien, die Lern- und Lehrprozesse passgenau unterstützen sollen. |
4. Fazit und Ausblick Eine Kombination der TEL- und TET-Perspektiven ist notwendig, um wesentliche Fortschritte in der Erforschung des Einsatzes digitaler Medien im Bildungswesen zu erzielen. Beide Perspektiven betonen die funktionale Betrachtung digitaler Medien, die Lern- und Lehrprozesse passgenau unterstützen sollen. In der TEL-Forschung wird zwischen behavioraler und kognitiver Aktivität unterschieden, was auch in der Unterrichtsforschung relevant ist. Qualitätsmerkmale erfolgreichen Lernens und Lehrens mit digitalen Medien sollten auf Gemeinsamkeiten in beiden Forschungsbereichen basieren. Die TEL-Forschung bietet zahlreiche Hinweise zur lernförderlichen Gestaltung digitaler Medien, die in der Unterrichtspraxis genutzt werden können. Lehrpersonen sollten in der Nutzung und Einbindung dieser Ressourcen unterstützt werden. Zudem besteht Forschungsbedarf zur Nutzung von Lernprozessdaten zur Gestaltung personalisierter Lernerfahrungen. Insgesamt bietet die Zusammenführung von TEL und TET großes Potenzial für zukünftige Forschung und Praxis im Bildungswesen. |
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Dokument „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ von Katharina Scheiter. Weitere detaillierte Informationen können direkt aus dem Dokument entnommen werden. |
Diese Zusammenfassung basiert auf dem Dokument „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“ von Katharina Scheiter. Weitere detaillierte Informationen können direkt aus dem Dokument entnommen werden. |
Sollten in den Zusammenfassungen durch ChatGPT-4o Diskrepanzen zum Originaltext zu erkennen sein, bitte ich um eine Nachricht an vernetzt@dlh.zh.ch.